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Ikarus Eco Piccolo

- Bell UH-1D - 

Im Frühjahr 2000 stellte Ikarus auf der Nürnberger Spielwarenmesse verschiedene Rumpfbausätze für den Piccolo vor. Diese ersten Handmuster waren aus ganz dünnem ABS und sahen toll aus. Ikarus versprach, dass die Rümpfe in Kürze lieferbar sein werden. 

Das war dann aber nicht der Fall. Es dauerte bis Dezember 2000, bis die ersten Bausätze an die Kunden ausgeliefert wurden. 

In der Zwischenzeit hatte man das Baumaterial gewechselt und verwendet jetzt das gleiche Material, aus dem auch die Slowflyer gefertigt sind. Gegenüber ABS hat das leider den Nachteil, dass die Oberflächenqualität sehr grob ist. Vom Gewicht und der Stabilität kann es allerdings überzeugen.

Im Februar 2001 war es dann soweit, dass ich ein fertiges und flugfähiges Modell zum ersten mal in meinem Modellbaugeschäft sah. Obwohl das Modell nur mit einigen wenigen Aufklebern ausgestattet war konnte das Flugbild überzeugen. Somit war klar, dass ich den Rumpf unbedingt haben wollte.

Im Folgenden möchte ich über meine Erfahrungen beim Zusammenbau und bei der späteren Flugerprobung berichten.

 

Der Bausatz

Der Bausatz ist erfreulich komplett ausgestattet. Neben den eigentlichen Modellteilen ist noch ein Messer und der passende Klebstoff für den Styroporteile und der neue Tuningmotor enthalten. Außerdem ist alles sehr gut verpackt und gegen Transportbeschädigungen geschützt.

Selbstverständlich habe ich mir sofort die beiden Rumpfhälften genauer angeschaut. Die Oberfläche weist eine bessere Qualität auf, als ich es eigentlich erwartet habe. Selbstverständlich kann man das nicht mit einem GfK oder ABS Rumpf vergleichen, doch das verwendete Schaummaterial weist an der Oberfläche nur kleine Poren auf. Bei mir hatte ein Rumpfhälfte eine relativ große Spritznaht, die aber mit einem neuen Balsamesser problemlos entfernt werden konnte. 

Die Spanten sind aus dem gleichen Material gefertigt und liegen vorgestanzt bei. Die Scheiben bestehen aus extrem dünnen Material und waren in meinem Baukasten braun eingefärbt. 

Nach eingehendem Studium der kurzen Bauanleitung konnte ich loslegen.

 

Mechanikumbau

Zuerst habe ich bei meinem Piccolo "Trainer" die Rotorblätter, die Haube, das Piccoboard, den Akku, das Heckleitwerk und den Motor entfernt. Die Servos können an der Mechanik verbleiben. Anschließend müssen die vorderen Kufenstreben komplett entfernt werden. Ich habe die Kufen mit einer Zange gepackt und ganz vorsichtig verdreht. Der relativ spröde Sekundenkleber bricht irgendwann und man kann die Kufen ganz leicht entnehmen. Die hinteren Kufenstreben soll man auf ein bestimmtes Maß kürzen. Ich habe hierzu eine kleine Diamanttrennscheibe benutzt. 

Anschließend muss man am Heckmotor die beiden Kabel ablöten und das Kabel durch das Heckrohr nach vorne zurückziehen. Vor dem Ablöten habe ich mit einen Stift die Position von Plus und Minus gekennzeichnet, um beim späteren Zusammenbau keine unnötigen Fehler zu machen. Jetzt muss das Heckrohr ebenfalls mit der Trennscheibe gekürzt werden. 

Bell UH-1D_mechanik1.JPG (32251 Byte) Bell UH-1D_mechanik2.JPG (34535 Byte)

Am Heckgetriebe wird das Heckrohr ebenfalls abgesägt und auch der Hecksporn wird komplett mit der entsprechenden Aufnahme entfernt.

Bell UH-1D_heckrotor2.JPG (12555 Byte)

Jetzt kommen die im Bausatz mitgelieferten Kohlefäden zum Einsatz. Da die Strebe, die früher nur der Hauben- und Akkubefestigung gedient hat, nun eine tragende Rolle übernimmt, muss deren Klebestelle zusätzlich verstärkt werden. Zu diesem Zweck wickelt man die Kohlefäden um die Mechanik und die Strebe und tränkt das ganze dann mit etwas Sekundenkleber. 

Jetzt sollte schon der neue Motor in die Mechanik eingebaut werden. Für mich absolut unverständlich ist, warum Ikarus dem Bausatz nicht auch einen neuen Satz Motorritzel beilegt?! Dieser Artikel kostet laut Ersatzteilliste ca. DM 6,-. Ich hatte mir vorher so viel Mühe gegeben, das Ritzel auf dem Standartmotor sicher zu befestigen und jetzt sollte ich es wieder abreißen? Somit habe ich einfach das nächst größere Ritzel montiert. 

Deshalb unbedingt auch gleich einen neuen Ritzelsatz mitbestellen. 

Bell UH-1D_mechnikmitmotor.JPG (30873 Byte)  

Rumpf

Der Rumpf besteht aus den beiden Seitenteile und den Spanten.

Bell UH-1D_vergleich.JPG (34377 Byte) Bell UH-1D_spanten.JPG (32023 Byte)

Ich habe zuerst die beiden Rumpfhälften auf "Gussgrate" untersucht und diese ggf. vorsichtig mir einem Messer entfernt.  Die Spanten sind sehr gut ausgestanzt und können von der Rückseite ohne Nacharbeit herausgedrückt werden.   

Tipp: Auf zwei der Spanten ist jeweils ein L eingestanzt. Um beim Zusammenbau Irrtümer auszuschließen habe ich das L mit einem Stift hervorgehoben.

Anschließend wird an jeder Rumpfseite der Ausschnitt für die Hauptrotorwelle angebracht. Seitens des Herstellers sind außen ganz dünne Linien markiert an denen man sich sehr gut orientieren kann.  

Bell UH-1D_mastausschnitt1.JPG (15905 Byte)

An der Seitenflosse sind ebenfalls solche Markierungen für den Ausschnitt des Heckgetriebes angebracht.

Bell UH-1D_heckkabel.JPG (31214 Byte)

Für die Energieversorgung des Heckmotors ist es erforderlich, in beiden Seitenflossen einen "Kabelschacht" auszuschneiden. Im Bausatz liegen zwei Verlängerungen für die Heckkabel bei, die vorher noch angelötet werden müssen. 

Tipp: In der Bauanleitung ist angegeben, das die beiden Heckmotorkabel etwa bis zu Oberkante der Heckflosse herausstehen sollen. Diese Längenangabe ist extrem knapp bemessen! Bei mir hat es gerade so gereicht um die Kabel später am Motor zu verlöten. Ca. 5 mm mehr sind auf jeden Fall zu empfehlen!

Nun kommt der Hauptspant zum Einsatz. Wie in der Bauanleitung beschreiben soll er im Rumpf eingepasst werden. Leider gibt es innerhalb des Rumpfes keinerlei Markierungen, doch mit Geduld bekommt man das sehr gut hin. Vorher wird  noch am Hauptspant die hintere Mechanikbefestigung verklebt. Zu beachten ist, dass diese leicht schräg sitzen muss! Das bewirkt später, dass der Rumpf beim Schweben absolut gerade in der Luft hängt. 

Bell UH-1D_spantimrumpf.JPG (16391 Byte)

Bei mir musste der Spant mit dem beiliegenden Schmirgelpapier nur ganz wenig nachgearbeitet werden. Selbstverständlich muss bei diesen Arbeiten auch immer die andere Rumpfhälfte mit einbezogen werden. 

Und da viel mir etwas auf, was ich sehr schlecht empfand:

Die beiden Rumpfhälften sind nicht deckungsgleich!

Zuerst dachte ich, der Spant sitzt noch nicht richtig, doch nachdem ich alles noch mal geprüft hatte, bestätigte sich mein Ergebnis. Die linke Rumpfhälfte ist außen ca. 1 mm Größer als die andere Hälfte. Ich habe dann versucht, an der Rumpfnase eine möglichst gute Übereinstimmung ohne Kanten hinzubekommen. Der Preis dafür war jedoch, dass am Heckausleger eine Stufe sichtbar blieb. Deutlich sicht man dieses Problem auch am Rumpfboden. Dort sind Aussparungen für das Kufenlandegestell angebracht, die jetzt auch nicht korrekt sind.

Bell UH-1D_fahrwerkfraesung.JPG (33754 Byte) Bell UH-1D_fahrwerkfraesung2.JPG (20823 Byte)

Ich muss dringend von dem Versuch abraten, die verbliebene Stufe mit Schmirgelpapier beseitigen zu wollen. Damit zerstört man nur die glatte Oberfläche und legt die porige Styroporschicht frei. Dann lieber eine kleine Stufe stehen lassen!

Außerdem wies meine linke Rumpfhälfte keine gerade Schnittkante auf. Sie war vielmehr leicht gebogen. Somit stellte sich das Zusammenkleben der beiden Rumpfhälften als eine anstrengende und nervige Sache heraus! 

Bell UH-1D_rumpfkomplett.JPG (19707 Byte)

Nach dem Zusammenkleben wirkt der Rumpf wesentlich stabiler als zuerst angenommen. Ich bin überzeugt, dass er auch leichte Rempeleien mit Möbeln oder etwas härtere Landungen übersteht.

Die kleine Tube UHU por war gerade ausreichend, um die Rumpfhälften "zusammenzuzwingen" ;-) Dieser Kontaktkleber ist aber wirklich sehr gut. Also bin ich gleich noch in den Baumarkt gefahren und habe eine neue Tube gekauft.

Rumpfvorderteil

Nun muss man die vordere Rumpfhälfte entlang einer Markierung abschneiden. Dabei kommt es nicht darauf an eine bestimmte Linie genau zu treffen, sondern man sollte versuchen, einen möglichst sauberen und geraden Schnitt hinzubekommen. Ich habe zu diesem Zweck eine neue Klinge verwendet. Damit war die Angelegenheit schnell erledigt. 

Jetzt kann mit dem Einbau der Mechanik in den Rumpf fortgefahren werden. Die restlichen Spanten werden mit den vorderen Mechanikaufnahmen ein den Rumpf eingeklebt. An dieser Stelle ist unbedingt zu beachten, dass die Spanten ohne Spannung in den Rumpf eingesetzt werden, denn ansonsten passt das Rumpfvorderteil nicht mehr richtig!

Bell UH-1D_vorne.JPG (28006 Byte)

 

Kufengestell

Ich habe auch gleich noch das Landegestell montiert um besser an der am Rumpf arbeiten zu können. Das Landegestell selbst habe ich einfach mit Sekundenkleber zusammengeklebt. Bedingt durch die Ungenauigkeiten der beiden Rumpfhälften, musste ich die Aussparungen am Rumpfboden ebenfalls noch etwas nacharbeiten, denn sonst hätte der Rumpf schräg auf dem Landegestell gestanden. Das Kufenlandegestell selbst habe ich mit Uhu por am Rumpf verklebt. 

 

Heckgetriebe

Das Heckgetriebe wird in den vorbereiteten Ausschnitt mit wenig Epoxydharz eingeklebt. Sehr viel Zeit habe ich mir zum Ausrichten genommen, denn ein schräg laufender Heckrotor sieht nicht gut aus.

Bell UH-1D_heckrotor.JPG (18566 Byte)

Scheibenausschnitte

Die Ausschnitte der Scheiben sind ebenfalls mit kleinen Linien und Punkten markiert. Vorsichtig mit einem schmalen scharfen Messer funktioniert das auch sehr gut. Hierfür ist auch sehr gut das im Baukasten enthaltene Skalpell geeignet. 

Bell UH-1D_haubenklemmer.JPG (25172 Byte) Bell UH-1D_haubenzentrierung.JPG (36033 Byte)

An der Innenseite der Haube werden kleine Quadrate wie aus dem Spantenmaterial angeklebt, die zur Führung dienen. Aus dem späteren Scheibenmaterial wird ein kleiner Riegel ausgeschnitten, der das Rumpfvorderteil leicht arretiert.

Bell UH-1D_haubenklemmer2.JPG (34163 Byte)

Jetzt kann die Haube montiert werden. Bei mit war es erforderlich, für das Rollgestänge einen kleinen Ausschnitt anzubringen. 

Bell UH-1D_gestaengeausschnitt.JPG (23862 Byte)

Nun ist das Modell fast fertig. Allerdings nur fast, denn ich wollte natürlich nicht mit einer Styroportapete herumfliegen.

Bell UH-1D_rumpfmitfenster.JPG (28865 Byte)

 

Deshalb habe ich im Internet nach einem passenden Vorbild gesucht und bin dann doch wieder bei dem Ikarus-Vorschlag gelandet. 

 Vorab erst einmal zwei Bilder, wie das Modell später mal aussehen soll.

 

Die richtigen Farben habe ich ebenfalls über das Internet in Erfahrung gebracht:

 
Grundfarbe RAL 6031 Olivgrün
Flecken RAL 8027 Lederbraun
Flecken RAL 9021 Teerschwarz

Die passenden Farben habe ich bei Revell gefunden. Es handelt sich um die gleichen Farben, die auch für den Plastikmodellbau verwendet werden. Das ganze Modell habe ich mit dem Pinsel gestrichen. Ich habe einen etwas härteren Borstenpinsel verwendet, um die Farbe gleichmäßig dünn auftragen zu können. Für die Grundfarbe benötige ich zwei, für die Flecken jeweils einen Anstrich.

Bell UH-1D_lackierung3.JPG (22658 Byte) Bell UH-1D_lackierung4.JPG (26183 Byte) Bell UH-1D_lackierung2.JPG (19503 Byte) Bell UH-1D_lackierung1.JPG (20592 Byte)

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Bell UH-1D_fastfertig3.JPG (18868 Byte) Bell UH-1D_fastfertig4.JPG (22632 Byte)

Fenster

Bevor ich die Fester einkleben konnte, habe ich die Fensterinnenrahmen mit einem Stift schwarz angemalt.

Die Fester selbst bestehen, wie oben bereist angesprochen, aus sehr dünnen braun getönten Material, das sich sehr leicht mit einer Schere schneiden lässt. Auf den Fenstern sind entsprechende Markierungen angebracht, die jedoch nur der groben Orientierung dienen können. Aber mit etwas Geduld kann man die Scheiben sehr gut anpassen. Anschließend können die Scheiben am Rumpf verklebt werden.

Dazu bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Es genügt eine dünne Klebeschicht (Uhu por) um die Scheiben zu fixieren. Deshalb habe einen Tropfen Klebstoff auf die Spitze eines Partyspießes getan. Die unweigerlich entstehenden Fäden habe ich mit dem Spieß einfach aufgerollt. Dann habe ich mit dem Spieß den Kleber auf dem Rumpf dünn verteilt. Damit kann man den Klebstoff sehr sauber dosieren. Ohne lang zu warten, habe die die Scheiben einfach vorsichtig auf die entsprechende Stelle gelegt, ausgerichtet, leicht angedrückt und fertig!

Bei der großen Frontscheibe bin ich genauso vorgegangen. Ich würde jedem empfehlen, diese zum Schluss anzubringen. Denn mit etwas Übung gelingt das sicherlich auch sehr gut. Nur nicht zu viel Klebstoff verwenden, das gibt nur Flecken und dauert ewig zum Trocknen.

Mit eingeklebten Scheiben sieht der Heli schon wesentlich besser aus.

Bell UH-1D_fertig1.JPG (15729 Byte) Bell UH-1D_fertig2.JPG (17679 Byte) Bell UH-1D_fertig3.JPG (22495 Byte) Bell UH-1D_fertig4.JPG (13422 Byte)

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Zum Abschluss habe ich noch ein paar klein Aufkleber angebracht. Obwohl ich eigentlich eine SAR Bell UH-1D bauen wollte, habe ich die beiden großen seitlichen Aufkleber noch nicht angebracht. Das liegt zum einen daran, dass ich die Farbe nicht richtig finde und zum anderen daran, dass sie so dünne sind, dass die Grundfarbe durchscheinen wird.

 

Flugerfahrungen

Auf den Erstflug war ich natürlich sehr gespannt. Natürlich hat nicht sofort alles so geklappt, wie es sein sollte.

Zuerst habe ich versucht, mit 7x250 mAh Zellen zu fliegen. Doch ich hatte plötzlich so starke Vibrationen, dass das Modell gerade mal abhob aber mehr nicht möglich war. Daraufhin habe ich ewig rumprobiert, Blätter ausgewuchtet, Paddel verstellt und  alles mögliche andere getestet, doch ganz weg habe ich sie nicht bekommen.

Trotzdem habe ich immer weiter Testflüge unternommen, u.a. auch mit 8 Zellen. Damit wog das Modell dann genau 264 Gramm. Trotz leichten Schwingungen flog der Piccolo damit recht gut. Hierbei stellte sich auch ganz klar heraus, dass Schwingungen einen direkten Einfluss auf die mögliche Flugzeit und das Flugverhalten haben.

Nachdem die Schwingungen bei den letzten Flügen weniger waren, habe ich auch noch mal den 7 zelligen Akku ausprobiert. Und diesmal flog die Bell auch mit sieben Zellen recht gut.

Über die Flugzeit möchte ich an dieser Stelle noch keine Angaben machen. Selbstverständlich ist sie nicht so lange wie bei der "Trainerversion". In den nächsten Tagen will ich mit 8x550 Zellen testen. Sobald ich mit diesen reproduzierbare Flugzeiten erreiche, werde ich die Ergebnisse hier veröffentlichen.

 

Fazit:

Bis jetzt habe ich den Umbau nicht bereut. Geärgert habe ich mich über die schlechte Passung der Rumpfseitenteile und das Fehlen der Motorritzel. Ansonsten bekommt man eine wunderschöne und in den Proportionen sehr gut passende Bell mit einem faszinierenden Flugbild. Der Rumpf ist außerdem wesentlich stabiler, als gedacht.

Geplant habe ich noch den Einbau zweier Leuchtdioden sowie einiger Anbauteile um das Modell noch vorbildgetreuer zu gestalten.

 

28.02.2000

Heute habe ich einige Testflüge mit dem neuen 550 er Akku unternommen. Dabei musste ich jedoch feststellen, dass der Antriebsmotor bei einer Flugzeit von ca. 6 Minuten extrem heiß wurde. Deshalb habe ich dann doch das 9er Ritzel von dem Standartmotor eingebaut. Damit war es schon besser. Das Modell flog sich bei den ersten Tests angenehmer und auch der Motor wurde nicht so extrem heiß. Kalt bleib er jedoch nicht. Als nächstes werde ich dann noch das 8er Ritzel ausprobieren. 

Dummerweise hat sich dann das Heckritzel gelöst und der Heli fing im Zimmer wild an zu kreiseln mit dem Ergebnis, dass er aus einem Meter Höhe recht heftig auf den Boden aufschlug. Dies hat der Rumpf recht gut überstanden, auch das Kufengestell hatte das ganze gut abgefedert und wurde nicht beschädigt. Lediglich eines der Rotorblätter hinterließ eine kleine Macke im Heckausleger, die mit etwas Farbe aber schnell abdeckt werden konnte. Jetzt muss ich mir erst mal ein neues Heckritzel beschaffen. Irgendwo muss es doch ein Teil aus Messing geben, das man sicher auf der Motorwelle befestigen kann!

 

01.03.2001

Heute habe ich direkt bei Ikarus einen neuen Heckmotor mit Messingritzel bestellt. Die neuen Rotorblätter mit dem Gewicht am Ende sollen ab April lieferbar sein...

04.03.2001

Der Motor und einige kleine Ersatzteile wurden rechtzeitig geliefert :-) Heute ist in Weisenheim Elektrohelitreffen. Vor Ort habe ich noch schnell den neuen Heckmotor eingebaut und auch gleich einen Testflug unternommen. Das Resultat war ein wesentlich angenehmeres Fluggeräusch sowie eine wesentlich bessere Heckrotorreaktion.

Im Laufe des Tages habe ich einen Akku nach dem anderen geflogen und konnte mich so immer besser an das neue Fluggefühl gewöhnen. Nach und nach habe ich dann immer größerer Rundfluge mit der Bell unternommen. Das Aufbäumverhalten konnte durch den Rumpf selbstverständlich nicht komplett beseitig werden, jedoch ist  es nicht mehr so stark und schon frühzeitig erkennbar. Das Flugbild mit dem Rumpf ist gegenüber einem normalen Piccolo natürlich wesentlich schöner und imposanter. Bei den Conrad Akkus habe ich jedoch eine interessantes Verhalten feststellen können: Fliegt man die Akkus direkt nach dem Laden, haben sie die beste Leistung. Lässt man sie zu lange liegen, kann man kaum damit fliegen. Nachdem ich das gemerkt habe, konnte ich mit dem Rumpf immer eine Flugzeit von ca. 6 Minuten erreichen. Nach einer kurzen Pause kann man dann noch mal knapp zwei Minuten schweben. Ich bin dann auch den angesetzten Wettbewerb mit der Bell mitgeflogen, obwohl ich das eigentlich gar nicht vor hatte. Bedingt durch das wesentlich ruhigere Flugverhalten der Bell konnte ich die gestellten Aufgaben in der kürzesten Zeit bewältigen und den Wettbewerb gewinnen.  Mehr dazu bei meinem Wettbewerbsberichten.

 Januar 2003

- Umbau Bell UH 1D mit Pitch -

Nachdem ich die Bell lange Zeit nicht geflogen bin habe ich mich nach den positiven Erfahrungen mit meinem Piccolo Trainer mit Pitch entschlossen, auch die Bell mit diesem Rotorkopf auszustatten.

Der Umbau ist kein großes Problem, da sich die Mechanik ja leicht aus dem Rumpf ausbauen lässt.

Der Umbau hat sich für ich gelohnt, denn jetzt macht das Fliegen mit diesem Modell erst richtig Spaß. Leider habe ich noch keine Bilder oder ein Video von dem Modell im Rundflug, aber das Flugbild ist wirklich klasse. Lediglich die Flugzeit ist mit meinen 250 mAh Zellen mit ca. 3-4 Minuten zu kurz. In der Bell verwende ich übrigens im Gegensatz zum Trainer Piccolo ein 8 er Metall Motorritzel, das ich auch bei www.rc-city.de bezogen habe. Dieses Ritzel wird mit einer winzig kleinen Madenschraube gesichert und kann somit schnell für Anpassungsarbeiten getauscht werde.

 Dezember 2003

Im Dezember 2003 wurde ich neugierig auf die neuen Lithium Ionen Akkus. Von Ikarus gab es ja schon länger ein entsprechendes Set inkl. einem einfachen Stecklader, doch diese Lösung konnte mich nicht so recht überzeugen, zumal der Preis auch recht hoch war.

Ich habe mich dann letztendlich nach einigen Recherchen für 3x 1200mAh Etecs entschlossen. Um die Akkus zu laden habe ich mich für das neue Jamara X-Peak 3 entschieden. Mit diesem Gerät bin ich sehr zufrieden und es hat gegenüber den ansonsten auf dem Markt in dieser Preisklasse angebotenen Ladegeräten den Vorteil, dass ein Display vorhanden ist an dem man die eingeladene Kapazität ablesen lann.

Mit diesem Akku und ansonsten unveränderter Konfiguration fliegt der Heli jetzt endlich so, wie ich es erwartet habe. Aufgrund der Höheren Spannungslage bei wesentlich weniger Gewicht und der zusätzlich vierfachen Kapazität sind Flugzeiten von mindestens 25 Minuten möglich. Und dabei meine ich nicht nur Schweben sondern richtig herumfliegen. Lediglich der Motor kommt so langsam an seine Grenzen da er sich in dem geschlossenen Rumpf doch stark erwärmt.

Lipoly Akkukontrolle

Da man die Lipoly Zellen nicht unter 3 Volt pro Zelle entladen soll, suchte ich im Internet auch gleich nach einem einfachen Akkukontroller. Dabei bin ich auf die folgende "Schaltung" gestoßen.

Die benötigten Bauteile gibt es z.B. unter den folgenden Bestellnummern bei Conrad zu kaufen:

180904    Zener Diode 1,3 Watt 6,8 Volt ( 0,26 €)

185787    Warn LED 2,4 Volt 5mm ( 1,59 €)

Fertig zusammengelötet sieht das bei mir so aus.

Bei den anschließenden Messungen an einem regelbaren Netzteil und im späteren Flugbetrieb funktionierte diese Schaltung einwandfrei.

Verschleißerscheinungen

Bei einer Inspektion meiner Bell zeigten sich Risse im Bereich der Rumpftrennung und am Heckrotor. Da mein Modell nicht abgestürzt ist führe ich diese auf den Einsatz der Lipoly Zellen zurück. Damit bin ich mit dem Modell ziemlich heftig herumgeheizt.

Seit einigen Wochen verwende ich für das Modell 3S Kokam 350er Lipoly Zellen. Damit ist das Modell noch leichter und die mögliche Flugzeit reicht für Veranstaltungen völlig aus.

 

Bei einem Absturz wurde das Modell im November 2004 zerstört.

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