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Logo 20 CfK
Jetzt
ist es soweit. Auf dieser Seite möchte ich berichten, wie ich meinen Logo 20
umgebaut habe Der
Grundgedanke, der zur Entwicklung eines neuen Chassis für den Mikado Logo 16/20
geführt hat war der Wunsch nach einem steiferen Chassis um die Heckpräzision
zu verbessern. Das von mir beschriebene Chassis wurde von Dieter Wagner
entwickelt und von Peter Herzog gefertigt. Die
Abbildungen zeigen den ersten Prototyp. Schon während ich diesen Bericht
schreibe wird das Chassis noch mal komplett überarbeitet. Die Grundstruktur und
die Qualität der Bauteile wird aber gleich bleiben. Dieter Wagner konstruierte
das Chassis unter Verwendung möglichst vieler Serienteile. Nur dort, wo es die
Stabilität verlangt, kommen neue Teile zum Einsatz. Es handelt sich also nicht
um einen komplett neuen Hubschrauber der in Konkurrenz mit der Logo Familie
stehen will. Es handelt sich vielmehr um einen notwendige Weiterentwicklung. Ich
beschreibe im folgenden den Umbau und die Details der Version für Motoren
normaler Bauart wie zum Beispiel Tango, KBM oder auch Plettenberg Motoren. Der
Umbausatz beinhaltet folgende Teile:
Zusätzlich
habe ich folgende Teile benötigt:
-
Vario Servohalter für 20er Heckrohre
Grundaufbau Die
Aufbau des Chassis ist sehr übersichtlich und auch ohne Explosionszeichnung
schnell erledigt. Bei diesem Bauabschnitt solle man trotzdem sehr sorgfältig
vorgehen und darauf achten, dass alles rechtwinklig ist . Außerdem habe ich
alle Schrauben, die in die Aluteile geschraubt werden, mit ganz wenig
Schraubensicherungslack gesichert. Bei den Makralonteilen ist dies nicht
erforderlich. Hier darf man die Schrauben nur nicht zu stark anziehen um die
Gewinde nicht zu beschädigen.
Landegestell Als
nächstes sind die Aluwinkel für die Aufnahme des Landegestells an der Reihe.
Diese werden mit M3x10 Schrauben, Unterlagsscheiben und Stopmuttern am Chassis
befestigt. Akkuhalter Nach
diesem kurzen Zwischenschritt kommt jetzt die Montage der Vario Akkuhalter an
die Reihe. Obwohl ich vorher etwas skeptisch war, haben sich dieses im
Flugbetrieb doch gut bewährt. Darüber hinaus bieten sie gegenüber den
Originalbefestigungsgummis den Vorteil, dass sich die Akkus auch beim Reißen
eines Gummis nicht vom Heli lösen können. Bei
meinem Prototyp musste ich die entsprechenden Bohrungen im Chassis noch
vornehmen. Dies wird später nicht mehr nötig sein. Bei mir sitzen die
Akkuhalter noch ca. 1cm zu tief. Deshalb musste ich auch die Akkuhalter leicht
anfräsen, da sie mit den Befestigungsschrauben von dem Winkeln für das
Kufengestell in Konflikt gerieten. Zu beachten ist, dass die Akkuhalter nicht
mit Inbus- ,sondern mit normalen Linsenkopfschrauben befestigt werden sollten.
Die Inbuschrauben sind nämlich etwas zu hoch. Dadurch scheuern die Akkus direkt
an den Schraubenköpfen und es kommt zu Beschädigungen der Zellen. Mit normalen
Linsenkopfschrauben kann das nicht passieren. Selbstverständlich sollte man
auch hier wieder Unterlagsscheiben und Stopmuttern verwenden. Nach
diesem Bauabschnitt ist das Chassis bereit für den Einbau der Logo 20
Komponenten. Umbau der mechanischen Komponenten Zuerst
sollte man den Heckabtrieb entfernen und sorgfältig zu Seite legen, da er erst
später benötigt wird. Anschließend die Elektronik, den Hauptrotormast und das
Kufenladegestell ausbauen. Ich
habe bei mir zuerst das Kufenlandegestell an die neue Mechanik geschraubt. So
steht die Mechanik gut und man kann klasse an ihr arbeiten. Stopmuttern nicht
vergessen. Servos Jetzt
kann man zuerst die neuen Servos einbauen. Doch vorab etwas zu den Servos
selbst. Normalerweise kommen beim Logo 20 ja Servos der Standartgröße zum
Einsatz. Schon deshalb war ich sehr skeptisch, ob denn auch kleinere Servos
(eigentlich Flächenservos) die nötige Stellkraft und Präzision besitzen. Doch
nach einem genauen Vergleich der technischen Daten bin ich zu dem Ergebnis
gekommen, dass diese Zweifel unbegründet waren. Dies hat sich dann auch in der
späteren Flugerprobung gezeigt. Eigentlich wollte ich Graupner Digitalservos
einsetzten, doch die waren zum Zeitpunkt der Montage bei keinem Händler in
meiner Nähe verfügbar. Deshalb
bin ich auf Empfehlung von Dieter Wagner auf Hitec HS 225 BB ausgewichen. Die
technischen Daten dieser Servos sprechen für sich und auch das
Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut. Die
Taumelscheibenservos werden mit jeweils vier M2.5 x 15 Linsenkopfschrauben,
Unterlagsscheiben und Stopmuttern befestigt. Rotormast Jetzt
kann der Hauptrotormast, die Kugellager und das Hauptzahnrad eingebaut werden.
Die Anordnung entspricht exakt der Baukastenversion. Wenn alles sauber und
leichtgängig ausgerichtet ist, kann der obere Klemmring angezogen werden. Das
Spiel der Rotorwelle sollte nach einigen Flügen noch mal kontrolliert werden,
da die Kugellager sich manchmal erst noch etwas „setzen" müssen. Motor Auch
die Befestigung des Motors entspricht exakt der Originalversion. Den Abstand
zwischen Motorritzel und Hauptzahnrad sollte nicht zu stramm oder zu locker
sein. Der alte Trick mit dem Papierstreifen funktioniert tadellos. Bei zu großem
Spiel kann das Motorritzel bei starken Belastungen nämlich durchrutschen und
das Hauptzahnrad zerstören. Gestänge Durch
den Umbau auf eine direkte Ansteuerung der Taumelscheibe müssen neue Gestänge
gefertigt werden. Zu diesem Zweck habe ich mir das entsprechende Grundmaterial für
2,5 mm Gestänge und einen passenden Gewindeschneider bei Vario bestellt. Damit
lassen sich die Gewinde absolut problemlos schneiden. Gesamtlänge mit Vario Kugelköpfen: 78,5 mm Lange Gestänge: 62,5 mm Die
Länge der Gestänge ist so gewählt, dass bei Servomittenstellung alle Hebel am
Rotorkopf waagerecht sind.
Somit
kommen bei mir folgende Pitchwerte zum Einsatz: Maximum Pitch 10° Schwebe
Pitch 6° Minimum
Pitch -7° Auf
die Anlenkhebel der Servos werden von innen entsprechende Kugeln mit einer 2mm
Schraube befestigt. Ich habe zwischen Kugel und Servohebel noch mal eine M2
Mutter eingefügt, und dem Kugelkopf genügend Bewegungsspielraum zu geben. Heckrohr Jetzt
kann der Heckantrieb montiert werden. Ich habe bei meinem Modell das Original
Aluheckrohr durch eine 20mm Kohlerohr ersetzt.
Dies ist sicherlich nicht unbedingt erforderlich, doch ich hatte das Rohr
übrig und wollte wissen, ob es beim Logo einsetzbar ist. Es ist minimal
leichter und stammt übrigens vom
Genesis. Da ich darüber hinaus eine Kohlerohr zur Anlenkung des Heckrotors
einsetzten wollte, habe ich den kompletten Heckantriebe zerlegt. Der Riemen wies
auch nach ca. acht Monaten Dauereinsatz keinerlei Verschleißspuren auf. Bei
dem Kohleheckrohr habe ich habe ich alle Zwischenlagerungen für den Heckantrieb
weggelassen und statt dessen die Servoaufnahmen für das Heckservo montiert. Der
so vorbereitete Heckantrieb kann jetzt mit dem Hauptchassis verbunden werden.
Die Aluklötzchen fixieren den Heckantrieb absolut exakt und auch das
Getriebespiel zum Hauptzahnrad passt genau. Nach
Montage der Heckstreben kann das Heckservo in die entsprechende Halterung
eingebaut werden. Verwendet man den Original Stahldraht zur Heckansteuerung muss
man diesen kürzen und mit einem M2 Gewinde versehen.
Ich habe aber ein 6mm Kohlrohr verwendet. An den Enden habe ich ein dünneres Kohlerohr mit Sekundenkleber eingeklebt und darin wiederum den Rest des Original Stahldrahtes mit dem M2 Gewinde. Diese Konstruktion hat meinem Belastungstests problemlos standgehalten und auch im späteren Flugbetrieb konnte ich keine Probleme feststellen. So
komplettiert sieht das Modell schon fast wieder wie ein richtiger Hubschrauber
aus. Elektronik Jetzt
muss nur noch die restliche Elektronik eingebaut werden. Den Kreisel habe ich
oberhalb der Heckrohrbefestigung montiert. Der Empfänger, die Kreiselelektronik
und der Empfängerakku sind auf dem Vorbau untergebracht. Bei der Kabelverlegung
sollte man darauf achten, dass speziell bei den Taumelscheibenservos genügend
Platz zur Hauptrotorwelle ist und nicht schleifen kann.
Haubenbefestigung Jetzt
fehlt nur noch die Haubenbefestigung. Auch diese wird von der Originalmechanik
übernommen. Mit
diesem Schritt ist der Umbau abgeschlossen. Obwohl das hier möglicherweise sehr
aufwendig klingt, dauerte der Umbau bei mit gerade mal zwei Abende gemütlichen
bauens. Flugerprobung Da
zur Zeit das Wetter alles andere als optimal ist, konnte ich leider noch nicht
sehr viele Testflüge vornehmen. Doch folgendes hat sich bereits jetzt
herausgestellt:
Sobald
das Wetter mitspielt, werde ich die Flugerprobung weiter voran treiben und hier
berichten Vorab noch ein paar Bilder von dem fertigen Modell Technisch Daten Im der Folgenden habe ich alle technischen Daten in einer Tabelle zusammengefasst.
Planung Folgende
Veränderungen habe ich noch am diesem Heli geplant. Inwiefern sie in die spätere
„Serie" übernommen werden, muss von Fall zu Fall entschieden werden. - Heckstreben aus Kohlefaser - Kombiniertes Höhen/Seitenleitwerk. - CfK Kufenlandegestell
- Motortuning
Fortsetzung Bei allen meinen Testflügen war ich mit der Motorleistung immer weniger zufrieden. Ich probiere fast alle verschiedenen Motorritzel aus, doch ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis stellte sich einfach nicht ein. Ich hatte ständig mit hohen Motortemperaturen und stark einbrechenden Rotorkopfdrehzahlen zu kämpfen. Deshalb habe ich mich entschieden, einen neuen Motor einzusetzen. Durch eingehende Recherchen kamen zwei Motoren in die engere Auswahl:
- Plettenberg - Actro Die Entscheidung zwischen den beiden war nicht gerade einfach. Von den Plettenberg Motoren habe ich schon sehr viel gutes gelesen und auch eine Logos fliegen gesehen, deren Leistung wirklich überzeugend war. Auf der anderen Seite erschien mir der Actro sehr interessant, da das Prinzip des Außenläufers einige Vorteile im Heli zu haben schein. Diese Meinung ist übrigens auch Ulrich Röhr, der einige sehr leistungsfähige Eigenbauten mit diesen Motoren ausgestattet hat und immer wieder absolut überzeugend vorfliegt. Somit habe den Actro 24-3 bestellt. Ich werde diesen Motor mit einem Future 35 ho betreiben. Actro 24-3 Den Actro habe ich direkt bei Köhler per E-Mail bestellt. Die Lieferung traf nur zwei Tage später bei mir ein. Das es sich bei dem Motor ja um einen Außenläufer handelt, musste ein spezieller Motorträger angefertigt werden. Dabei hat mich Ron Sebastian unterstützt, der über die geeigneten Maschinen verfügt. Ziel der Konstruktion war es, an dem CFK Chassis so wenig Veränderungen vorzunehmen wie möglich. Besonders das Fräsen von Langlöchern um CFK wollte ich vermeiden. Als Ergebnis ist ein sehr stabile und dennoch leichte Konstruktion herausgekommen, bei der sich der Motor auch noch sehr leicht ausbauen lässt.
Somit sieht meine Konfiguration jetzt folgendermaßen aus:
Flugeigenschaften Der Einbau des neuen Motors war ein voller Erfolg. Im Vergleich zu den Kontronik-Motoren hat der Actro 24-3 wesentlich mehr Leistung. Auch die Zusammenarbeit mit dem Future Regler klappt hervorragend. Bedingt durch die üppige Leistung hat es der Regler leicht, die Rotordrehzahl nahezu konstant zu halten. Dabei wird weder der Motor noch der Regler übermäßig warm. Die Flugzeit liegt mit 24 x 2000er Zellen und ca. 1400 U/min bei ca. 8 Minuten.
Nach einem kapitalen Absturz habe ich das Modell nicht wieder aufgebaut. |