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Jamara CX-480
Im Frühjahr 2006 habe ich mich entschlossen, mir neben dem Piccolo pro einen kleinen Heli für die Halle und für draußen zuzulegen. Das Modell sollte zum einen günstig in der Anschaffung und zum anderen stark motorisiert sein um damit auch Kunstflug zu üben. Auf dem Messe Faszination Modellbau habe ich mir verschiedene Modelle angeschaut und mich letztendlich für den CX-480 von Jamara entschieden. Das baugleiche Modell wird auch vom Helishop Mauer unter der Bezeichnung E-Max vertrieben. Mein Modell habe ich bei der Firma SH Modelltechnik in Mannheim gekauft. Ich habe mich für den Bausatz und nicht für das Fertigmodell entschieden, da ich gerne schraube und man so einfach mehr über das eigene Modell weiß. Der Bausatz wird in einem kleinen und kompakten Karton geliefert. Im Bausatz ist auch ein paar Holzrotorblätter enthalten. Der Aufbau des Modell geht mit Hilfe der recht guten Bauanleitung schnell voran. Für den Modellbauanfänger ist die Bauanleitung an einigen Stellen leider etwas oberflächlich, da z.B. an keiner Stelle erwähnt ist wo Schraubensicherungslack oder Fett verwendet werden soll. Hier würden sich neben den zahlreichen Abbildungen und Zeichnungen ein paar erklärende Worte sicher gut machen. Ich möchte den Aufbau jetzt nicht detailliert dokumentieren sondern nur auf einzelne Dinge eingehen die mir besonders aufgefallen sind. Allgemein Die Seitenteile der Mechanik bestehen aus leichtem Aluminium, die verschiedenen Lagerhalter aus Kunststoff. Zur Montag sollte man unbedingt einen kleinen Schraubenzieher verwenden, da die einzelnen Bauteile lediglich mit 5mm kurzen Blechtreibschrauben verbunden werden. Mit einem großen Werkzeug besteht die Gefahr, dass die Gewinde im Kunststoff sehr schnell ausreißen.
Mit Gefühl angezogen halten die Schrauben sehr gut und wenn die Gewinde einmal verschlissen sind kann man die Teile immer noch aufbohren und lange M2 Schrauben mit Mutter verwenden. Heckblatthalter Anhand der ersten Abbildung lässt sich gut erkennen, dass die Anlenkkugeln der Blatthalter einen deutlichen Gußgrat besitzen, der bei der Montage unbedingt vorsichtig entfernt werden muss, da ansonsten der Heckrotor nicht richtig funktioniert. Ich habe das mit Nass-Schleifpapier durchgeführt. Taumelscheibenführungsstift Bei meinem Bausatz ragte das Gewinde des Taumelscheibenführungsstiftes zu weit in Richtung des inneren Taumelscheibenrings hinein. Das fiel mit allerdings erst auf, als das Modell fertig montiert war die Kugelköpfe für den Pitchkompensator angebracht waren. Dann konnte es nämlich passieren, dass ein Kugelkopf an diese Schraube hängen blieb und klemmte. Bei der später zum Einsatz kommenden Alu Taumelscheibe war das übrigens genauso. Deshalb habe ich zwischen Anlenkkugel und Taumelscheibe drei klein Unterlegscheiben eingefügt. Jetzt endet das Gewinde des Taumelscheibenführungsstiftes sauber mit der entsprechenden Gewindebohrung und nichts kann klemmen. An dieser stelle habe ich mich das erste mal gefragt, wieso das nicht schon beim Hersteller aufgefallen ist. Man könnte fast glauben, dass dort das Modell nie montiert wurde. Landegestell Auch das Landegestell wird lediglich mit vier kurzen Blechtreibschrauben an den Alu-Seitenteilen befestigt. Trotz erster Skeptik hält das bis jetzt auch problemlos. Mit ca. 11 cm Breite sorgt es dafür, dass der kleine Heli auch auf einer Wiese sicher steht und nicht ständig zum Umkippen neigt. Zudem sind die Kufenbügel ausreichend steif um sich nicht bereits aufgrund des Modellgewichtes durchzubiegen. Heckrotor Der Heckrotor war bei mit das größte Problem. Ich hatte gerade die Gasvorwahl für den zweiten Testflug eingeschaltet, als es einen Knall gab und der komplette Heckrotor am Heckriemen herunterhing. Doch wie konnte das passieren? Als der Zwischenfall passierte stand das Modell auf einer frisch gemähten Wiese in meinem Garten. Die Bilder sind direkt nach dem Bruch aufgenommen worden. Aus den sauberen Heckrotorblättern habe ich geschlossen, dass es zu keiner Berührung der Heckrotorblätter mit dem Boden kam. Könnte die Ursache vielleicht ein Unwucht der Heckrotorwelle oder des Heckrotors selbst sein? Oder ist das Material des Heckrotorgehäuses den Belastungen einfach nicht gewachsen? Ein Anruf bei der Jamara Hotline führte jedenfalls auch zu keinem Ergebnis. Ich bekam nur die Info, dass ich wohl einen Montagefehler begangen hätte..... Um allen weiteren Heckrotorproblemen aus dem Weg zu gehen habe ich mir die folgenden Alu-Tuningteile besorgt: - Heckrotorset Alu (Alu Pitchschiebehülse, Alu Heckblatthalter, Heckrotornabe) - Alu Heckrotorgehäuse (Heckrotorwelle, Heckrotorgehäuse) Die einzelnen Bauteile sind sehr sauber verarbeitet und passen ohne weitere Nachberarbeitung. Wesentlich günstiger ist auch die Anlenkung der Heckrotorblatthalter gestaltet. Bei meinem Modell klemmte die Kunststoffschiebehülse derart auf der Hecktorwelle, dass sie von einer leichtgängigen Anlenkung weit entfernt war. Auch eine Nachbearbeitung der Heckrotorwelle und fetten führte zu keinem befriedigendem Ergebnis. Die Alu Heckschiebehülse hat den großen Vorteil, dass die Kugelköpfe zu Ansteuerung der Heckrotorblätter definiert beweglich gelagert sind. Das Originalteil ist komplett aus Kunststoff gefertigt und besitzt keine definierten Gelenke. Das führt dazu, das das Heckservo immer gegen einen Widerstand arbeiten muss. In der Zwischenzeit habe ich auch die original Kunststoff Heckrotorblätter gegen Kohlefaserblätter ausgetauscht. Dies habe ich eigentlich nur getan, weil mir die ständig grün verschmierten Blätter nicht mehr gefallen haben. Bei den folgenden Flugversuchen zeigte sich aber schnell, dass die neuen Heckrotorblätter auch wesentlich leiser laufen und die Kreiselempfindlichkeit weiter gesteigert werden kann. Da auch die Verarbeitungsqualität stimmt kann ich den Einsatz nur empfehlen. Kabinenhaube/Aufkleber Beim näheren Betrachten der dem Baukasten beiliegenden Aufkleber ist mir aufgefallen, dass auch die weiße Hintergrundfarbe gedruckt ist und sie zusätzlich nicht ausgestanzt sind. Schade, ein transparenter Hintergrund wäre günstiger um die Kabinenhaue in einer beliebigen Farbe zu lackieren. Die weiße Haube erkennt am Himmel nämlich recht schlecht. Ich werde sie auf jeden Fall so schnell wie möglich lackieren. Die Kabinenhaube selbst ist einteilig aus recht gutem Material gefertigt. Es ist nicht zu dünn und zudem ausreichend flexibel um nicht zu schnell Risse zu bekommen. Blöd ist nur, dass ich das Material offensichtlich nicht besonders gut lackieren lässt oder ich einfach die falsche Farbe verwendet habe. Obwohl ich meine Haube sorgfältig angeschliffen habe löst sich die Farbe bereits wieder an den stark beanspruchten Stellen.
RC- Ausstattung
Die Komponenten habe ich wie unten abgebildet in meinem Modell verteilt:
Flugverhalten
Die ersten Testflüge musste ich aufgrund der
schlechten Wetterlage im April 2006 in der Halle unternehmen. Nachdem die
anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Heckrotor durch den massiven Einsatz von
Alu-Tuningteilen behoben war konnte es endlich an die Flugerprobung gehen. Schon bei meinen ersten Flugversuchen fiel mir das ruhige und sehr eigenstabile Flugverhalten auf. Für einen Anfänger ist das sicherlich als positiv zu bewerten, ich wollte das Modell jedoch als Kunstflugtrainer einsetzten. Deshalb habe ich alle Ausschläge der Taumelscheibe auf das Maximum erweitert. Auch das führte nicht zu dem erwarteten Erfolg, das Modell reagierte für mich einfach noch zu träge.
Wie auf den Bildern oben zu erkennen ist hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt die Kugelköpfe für die Gestänge im mittleren Loch eingehängt. Dies lag darin begründet, dass ansonsten das hintere Nickgestänge an der Taumelscheibenführung angestoßen wäre. Um dieses Problem zu umgehen wollte ich einfach die Taumelscheibenführung umdrehen. Da die Bohrungen im Chassis symmetrisch sind klappte das auch wunderbar. Nur leider war jetzt der Taumelscheibenführungsstift zu kurz. Mein Bruder hat mit deshalb einen neuen und ca. 10mm längeren Taumelscheiben Mitnehmerstift aus Messing angefertigt.
Nach dieser Umstellung ging es sofort wieder an die Flugerprobung. Und siehe da, jetzt endlich verhielt sich das Modell fast so agil wie ich es mir gewünscht hatte. Mit dieser Konfiguration tastete ich mich langsam an das Modell und dessen Flugeigenschaften heran. Loopings, Rollen, Abschwünge usw. waren damit problemlos möglich. Negativ viel mir jedoch auf, dass der Heli auf Pitchveränderungen nicht weich sondern fast einrastend reagiert. Meine Nachforschungen ergaben, dass das Pitchkompensatorzentralstück sich nur schwer auf der Rotorwelle bewegen lies. Auch die Verwendung von Silikonöl brachte keine merkliche und vor allem dauerhafte Besserung. Deshalb blieb mir eigentlich nichts anderes übrig als den Alu Pitchkompensator zu kaufen. Der Aufbau und die Verwendung von kugelgelagerten Pitchkompensatorarmen entspricht dem üblichen Standart und auch die Fertigungsqualität geht in Ordnung. Nach dieser weiteren Umrüstung fliegt der Heli inzwischen fast optimal. Fast deshalb, weil ich inzwischen angefangen habe mit dem Modell 3D Figuren wie Überschläge und Rückenschweben zu üben. Tja und dafür könnte er noch etwas giftiger auf Roll und Nick sein. Da an den Ausschlägen der Taumelscheibe nichts mehr zu machen ist werde ich jetzt auf die Empfehlung von erfahrenen 3D Piloten noch leichte CfK Paddel ausprobieren. Zu diesem Zweck habe ich mir bei meinem Händler die Originalpaddel von Jamara geordert.
Als die Lieferung bei mir ankam musste ich feststellen, dass die Paddel eine 2,5mm Bohrung mit Gewinde aufweisen. Die Paddelstande des CX 480 weist jedoch nur eine Dicke von 1,97 mm auf. Da ich nicht wusste, wie die Paddel zu befestigen sind habe ich die Jamara Hotline angerufen. Dort wurde mir gesagt, dass ich die Paddel aufbohren und die Metallbefestigungen der Originalpaddel einkleben müsse. Bei dem stolzen Preis von ca. 28,00 EUR war ich davon natürlich erstmal nicht begeistert. Daraufhin gab mir der Hotline Mitarbeiter den Tipp, "ich solle doch die Paddelstange von T-Rex von Kyosho verwenden, die hätte das richtige Maß". Dass der T-Rex von Align hergestellt wird war dem freundlichen Mitarbeiter offensichtlich nicht bekannt. Auch auf meinen Einwand, dass ich dann die komplette Paddelstangenanlenkung auf 2,5 mm aufbohren müsse, hat er nicht mehr viel zu erwidern....... Meine eigenen Recherchen im Netz ergaben, dass an den Paddeln nichts gebohrt werden muss! Da ich endlich wissen wollte, ob sich die leichten Paddel tatsächlich wie gewünscht auf das Flugverhalten auswirken habe ich gleich die Kunststoff-Paddel abgeschraubt und mit den CfK-Paddeln ersetzt. Die Gewinde passen wirklich perfekt, so wie es sein soll.
Die Fläche der Paddel ist fast identisch, das Kunststoffpaddel wiegt 5 Gramm, dass CfK-Paddel wiegt 3 Gramm. Sobald ich ein paar Flüge mit den leichten Paddeln absolviert habe werde ich berichten. Als nächste Maßnahmen wäre nur noch ein Austausch des Metallbefestigungsteil gegen eine leichtere Variante möglich.
Flugzeiten Bei Elektromodellen wird man immer zuerst gefragt, wie lange man denn damit fliegen könne. Ich verwende einen 1800 mAh Lipo. Den Timer habe ich auf 5:30 min eingestellt. Während dieser Zeit fliege alles was das Modell und ich kann bei Vollgas mit ca. 3000 U/min am Rotorkopf. Anschließend ist der Motor ca. 45 Grad und der Akku ca. 40 Grad warm gemessen bei 28 Grad Außentemperatur. Während dieser Zeit verbraucht der Motor im Durchschnitt 1300 mAh. Somit bleibt noch etwas Reserve die die Akkus hoffentlich mit einer etwas längeren Lebensdauer danken. Für einen Anfänger, der mit dem Modell das Schweben lernen möchte sind diese Zeiten sicherlich viel zu kurz. Auch wenn man davon ausgeht, dass dann logischerweise eine niederere Rotordrehzahl eingestellt wird. Bei Gelegenheit werde ich mir mal die Mühe machen und testen, wie lange die Flugzeit bei ca. 2200 U/min ist. Ein größerer Akku mit mehr Kapazität einzusetzen ist meines Erachtens auch nur schlecht möglich, da der vorhandene Platz sehr begrenzt ist und auch der Schwerpunkt mit einem größeren Akku kaum eingehalten werden kann. Für mich persönlich spielt die reine Flugzeit bei diesem Heli aber eine untergeordnete Rolle. Wesentlich entscheidender ist für mich was in der Zeit machbar ist.
Fazit/Kostenbetrachtung Zum Schluss meiner Beschreibung möchte ich die Frage in den Raum stellten, ob sich der Kauf des Modells lohnt und wie er im Vergleich mit seinen direkten Mitbewerbern steht. Anhand der folgenden Tabelle möchte ich versuchen die Preise der verschiedenen Modelle zu vergleichen und gleichzeitig die von mir eingesetzten Alu/CfK-Tuningteile zu bewerten. Die Preise stammen aus dem Jamara Prospekt Stand 06.2006
Ich möchte die Tabelle nicht weiter kommentieren. Wichtiger erscheint mit darauf hinzuweisen, dass sich Jamara selbst als Großhandel und nicht als Modellbauhersteller bezeichnet. Das spiegelt sich auch klar in den Preisen der Tuningteile sowie in der Kompetenz der Hotline wieder. Wenn man mich fragen würde, ob ich das gleiche Modell noch einmal kaufen oder zu einem Konkurrenzprodukt greifen würde käme für mich ganz klar nur das Produkt eines Konkurrenten (Align....) in Frage. Auch wenn ich von dem Modell an sich nicht begeistert bin finde ich diese Größenklasse mit einem Rotordurchmesser von ca. 600 mm einfach genial.
Erfahrungen im Praxiseinsatz Juni 2006 Inzwischen habe ich einige Flugstunden mit dem Modell verbracht. Bei einer Routinekontrolle ist mir aufgefallen, dass sich im hinteren Bereich eine Menge weißer Staub angesammelt hat. Bei dem Staub handelt es sich eindeutig um Abrieb eines der Zahnräder. Bei genauerer Betrachtung hat sicher herausgestellt, dass das Hauptzahnrad und das Heckantriebszahnrad aneinander schleifen. Eigentlich müssten die einen Abstand von ca. 3 - 4 mm haben. Nachdem alles demontiert war stellte ich fest, dass der in das Kunststoffzahnrad eingepresste Freilauf aus seiner Position gewandert war.
Zum Glück ließ sich das Teil im Schraubstock mit einem entsprechendem Gegenlager wieder in seine ursprüngliche Position bringen.
Eingebaut sieht das ganze dann wieder so aus:
Die ersten erfolgreichen Testflüge nach der Reparatur habe ich bereits absolviert. Diese Stelle werde ich in Zukunft öfters kontrollieren. Ansonsten konnte ich an den Zahnrädern nämlich keinen gesteigerten Verschleiß feststellen. Juli 2006 Im Juli hatte ich in sonderbares Erlebnis. An einem Nachmittag übte ich bei verhältnismäßig starkem Wind fast ausschließlich Überschläge und Rückenschweben. Als ich nach einem Flug den Akku am Modell wechselte wunderte ich mich über die unnatürliche Stellung der Paddel. Erst auf den zweiten Blick sah ich, dass eines der beiden Gestänge, welche den Pitchkompensator mit der Paddelstangenanlenkung verbinden, weg war. Da ich am Landeplatz das Teil nicht finden konnte gehe ich davon aus, dass ich es im Flug verloren habe. Erstaunlicherweise habe ich davon überhaupt nichts gemerkt. Noch mal Glück gehabt :-)
Ersatzteilkosten ca. 8,00 EUR. 15.07.09 Heute habe ich mal wieder Nick Überschläge nach vorne geübt. Und wieder habe ich nach dem Flug feststellen müssen, dass ein Gestänge nach der Landung fehlt. Leider konnte ich nicht nachprüfen, ob es das gleich war das ich gerade ersetzt hatte. Bereits beim ersten Einbau des Ersatzgestänges ist mir aufgefallen, dass sich die neuen Kugelköpfe relativ leicht auf die Kugel klipsen ließen. Ich habe dann auch gleichzeitig eine neue Kugel verwendet und da war es etwas besser, doch immer noch relativ locker. Das folgende Bild zeigt eine der verwendeten Kugeln:
Deutlich kann man dort die Einlaufspuren erkennen. Kann es sein, dass die Kugel so weich sind, dass sie im Flugbetrieb so stark abgenutzt werden? Hier besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf! Wenn ich es richtig beurteile, bestehen die Kugeln aus Aluminium ohne weitere Behandlung der Oberfläche. Ich werden mich mal informieren wie man die Oberfläche zur Härtung behandeln kann. Zum Glück hatte ich aber noch ein Ersatzteil dabei und so konnte ich an dem Mittag weiter üben. Zum Test hatte ich an diesem Tag noch mal die Holzblätter montiert. Im Vergleich mit den GfK-Blättern stellte sich heraus, dass der Heli damit wesentlich wendiger ist. Speziell bei den Nick Überschlägen nach hinten machte sich das sehr deutlich bemerkbar. Soweit war ich eigentlich ganz zufrieden und jetzt klappten auch die Überschläge nach vorne immer besser. Doch dann hatte ich wieder das gleiche Problem wie ein paar Flüge zuvor. Nach einem Überschlag nach vorne gelang es mir nicht, das Modell wieder in eine stabile Schwebeposition zurück zu bekommen. Ich hatte den Eindruck, dass weiterhin voll Nick nach vorne gesteuert ist denn er wollte gleich noch einen zweiten Überschlag machen. Komischerweise hatte ich auch das Gefühl, dass meine Steuerbefehle auf Nick keine Wirkung zeigten. Das gleich Verhalten hatte ich schon zwei oder dreimal vorher, doch da konnte ich das Modell immer noch retten. Doch diesmal war es dafür zu spät und der Boden zu nah. Ich konnte gerade noch rechtzeitig den Autorotationsschalter betätigen bevor das Modell auf dem Modellflugplatz einschlug. Der eigentliche Schaden hält sich in Grenzen: Blattlagerwelle Paddelstangenwippe Paddelstange Rotorwelle Heckrohr Rotorblätter Kabinenhaube Der Bruch der Paddelstangenwippe ärgert mich am meisten. Ich habe dieses Teil aber bereits komplett aus Alu bestellt, leider wurde es aufgrund eines Lieferengpasses noch nicht eingebaut. Die tatsächliche Ursache für den Absturz habe ich nicht herausgefunden. Die Gestänge waren alle vorhanden, alle Servos funktionierten und auch der Empfänger zeigte keine Störungen an. Ich werde denn Heli wieder reparieren, doch werde ich ihn wahrscheinlich nicht wieder für 3D Übungen einsetzen. Zu diesem Zweck habe ich mir jetzt einen T-Rex 450 SE gekauft.
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