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X-Stat.de

 

 

Eco 8

- Trainer -

Im Sommer 2002 hatte ich plötzlich Lust, mal wieder einen kleinen Elektrohubschrauber zu bauen. Ich entschied mich für den Eco 8, da ich für dieses Modell noch viele Ersatzteile und auch die RC-Ausrüstung besaß.

Nachdem ich eine Inventur meiner vorhandenen Teile durchgeführt hatte, bestelle ich die restlichen Teile via Internet.

Ich wollte das Modell vorrangig dazu nutzen, Kunstflugfiguren (Rolle, Looping) zu lernen, ohne meinen Joker zu gefährden.

Aus diesem Grund baute ich das Modell zuerst ohne Tuningteile auf. Da ich noch einen Ikarus Performance Motor besaß, habe ich diesen zusammen mit einem Kontronik Heli 40-6-10 eingebaut. Diese Kombination bin ich auch schon früher in meinem ersten Eco 8 geflogen und damals war ich recht zufrieden damit.

Doch bereits bei den ersten Flugversuchen hatte ich das Problem, dass die Flugleistung sehr schlecht waren und der Motor viel zu wenig Leistung hatte. Ich habe dann die Kohlen getauscht und auch den Regler neu programmiert, doch das hat alles nichts geholfen. Die Rotordrehzahl reichte zwar zum gemütlichen Schweben aus, doch mehr war nicht möglich.

Motorisierung

Da ich keine Lust für weitere Experimente hatte, habe ich einen Hacker B50 19S sowie einen Smile 40-6-12 bestellt. Im Verbund mit 10 Zellen bin ich von dieser Kombination absolut begeistert!

Das Anpassen des Kühlkörpers ist mit einer Säge und einer Spitzzange überhaupt kein Problem und geht sehr schnell (Einfach zwei Kerben sägen und dann das Reststück mit der Spitzzange herausbrechen....). Der Aufwand lohnt ich sich aber, denn der Motor wird nach dem Flug nur etwas mehr als handwarm und kühlt auch sehr schnell (2-5 Minuten) wieder ab.

Bei meinem Modell kommen z.Zt. folgenden Komponenten zum Einsatz:

Motor

Hacker B50 19S

Ritzel

13

Regler

Kontronik Smile 40-6-10

Servos Taumelscheibe

Graupner C-341

Empfänger

Graupner DS 19

Kreisel

Simprop Gyro SPG-05

Heckservo

Graupner C-341

Akkus

10 Sanyo RC 2000

10 Sanyo RC 2400

 

10 Sanyo RC 3000 HV Ni-MH

Heckservo und Kreisel

Entgegen der Bauanleitung habe ich mein Heckservo hinten seitlich an der Mechanik befestigt. Auf diese Weise kann die Heckrotoranlenkung nahezu gerade geführt werden und auch schwerpunktmäßig entstehen keine Probleme.

   

Für die Heckansteuerung inkl. Schubrohr habe ich zwei 3 mm Löcher in den Heckrohrhalter gebohrt. Im hinteren Bereich des Heckrohrs wird das Schubrohr einmal mit Tesafilm fixiert und in Höhe des Höhenleitwerks läuft er unten durch dessen Halterung.

Das Heckservo habe ich für den ersten Testflug lediglich mit zwei Kabelbindern befestigt. Auf diese Weise konnte ich die korrekte Länge der Heckansteuerung einstellen, ohne am Sender irgendwelche Programmierungen vornehmen zu müssen. Anschließend habe ich das Servo mit ein paar Tropfen Sekundenkleber in dieser erflogenen Position fixiert. Auch die Bowdenzughülle habe ich mit einem Tropen Sekundenkleber an einem der Heckrohrhalter fixiert.

Die Servoanordnung halte ich persönlich für optimal, da der Bowdenzug fast völlig gerade verläuft und nicht zusätzlich ein spezieller Halter auf dem Heckrohr benötigt wird.

Diese Heckservobefestigung habe ich auch bereits bei dem eingesetzt.

 

Paddelgewichte

Da ich den Eco 8 zum trainieren von Kunstflugfiguren einsetzen wollte war natürlich die Grundvoraussetzung, dass das Modell in der Lage ist, schnell vorwärts zu fliegen. Dies bereitete mir bei den ersten Flugversuchen aber große Probleme, da das Modell entweder zum Aufbäumen oder Unterschneiden neigte.

Dann fiel mir wieder ein, dass ich dieses Problem bereits bei meinem Jet Ranger hatte und es damals mit simplen Stellringen in den Griff gekommen habe.

Nach einigen Testflügen verwende ich zur Zeit zwei Stellringe. Das ist für mich ein guter Kompromiss zwischen Flugruhe im Schnellflug und Wendigkeit bei Rollfiguren. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, verwende ich die CFK Paddelstange. Das eigentlich nur deshalb, da ich sie noch zufällig da hatte weil mir irgendwann bei meinem Jet Ranger die Paddelstange aus Metall angerostet ist.

 

Heckrotor

Bei meinem Eco 9 verwende ich seit kurzem die Alu-Riemenräder von RC-City, da bei einem Kunststoffteil ein Gewinde nach mehrmaligem  Zerlegen schon sehr leichtgängig war. Die Riemenräder sind sehr gut gefertigt und auch ihren Preis wert. Eine Veränderung der Flugeigenschaften konnte ich nicht feststellen.

 

Antenne + Entstörung

Da ich ja lange Zeit mit Störungen bei meinem Logo zu kämpfen hatte war ich gespannt, wie der Eco sich verhalten würde. Bereits beim Zusammenbau habe ich zwischen Kreisel und Empfänger einen Ferritkern eingebaut. In diesem Moment habe ich weniger an die Verhinderung von Störungen gedacht, sondern ich benötigte einfach ein Verlängerungskabel und hatte nichts anderes zur Hand.

Bei den erst Testfügen war ich dann noch ganz vorsichtig, doch die Sorge war völlig unbegründet. Ich konnte ewig weit weg fliegen, ohne die geringsten Zuckungen auf irgend einer Achse.

Als ich dann meine ersten Kunstflugversuche gestartet habe, befestigte ich das freie Ende der Antenne einfach mit etwas Tesafilm an der Cfk Heckflosse. Auch damit habe ich absolut keine Störungen.

   

Akku

Für dieses Modell verwende ich erstmals die neuen Sanyo RC 3000 HV Ni-MH Zellen. Nachdem ich bereits einige Interessante Artikel über diesen Akku gelesen hatte, war ich auf das Flugverhalten sehr gespannt. Nach der Formierung wurde der Akku mit  1C geladen und anschließend geflogen.

Die Flugzeit beträgt im flotten Rundflug ca. 12 Minuten, wobei auch einige Kunstflugeinlagen wie Abschwung, Rolle und Looping enthalten waren.  Allerdings fällt gegen Mitte der Flugzeit auf, dass bei starken Leistungsforderung die Drehzahl nicht gehalten werden kann. Somit würde ich diesen Akku jedem empfehlen, der lange Flugzeiten sucht und zusätzlich noch einzelne Kunstflugfiguren fliegen will.

Alternativ dazu verwende ich auch noch zehn 2400 Zellen. Mit diesen erreiche ich auch sicher zehn Minuten, jedoch mit mehr Leistungspotential für Kunstflugübungen.

Rotorblätter

Eine ganze Weile bin ich die kurzen Ikarus GFK Blätter geflogen. Mit diesen halbsymmetrischen Blättern fliegt der Eco 8 recht gut. Eine besondere Empfehlung sind sie mir aber nicht wert.

Anschließend bin ich auf BBT 480 mm symmetrische CFK Blätter umgestiegen. Die Blätter sind minimal leichter als die Ikarus Blätter, doch der Rotordurchmesser ist etwas größer. Mit diesen Blättern bin ich sehr zufrieden, wenn auch die Rollgeschwindigkeit etwas höher sein könnte. Aber das liegt vermutlich eher an meiner Rotorkopfeinstellung.

Die Blätter haben auch den positiven Nebeneffekt, dass sie neben einer absolut makellosen Oberfläche auch noch zu  einem sehr günstigen Preis angeboten werden.

Ausblick

Mit diesem Modell übe ich zu Zeit alle mir möglichen Kunstflugfiguren. Sicherlich ist klar, dass damit nicht alles zu 100% gelingen wird, doch die lange Flugzeit und das problemlose Handling sind schon einige dicke Pluspunkte.

 

April 2003

Inzwischen habe ich mit dem Modell bei allen möglichen Wetterlagen viel Zeit in der Luft verbracht. Rollen, Loopings und Abschwünge funktionieren inzwischen problemlos, lediglich so richtig rund wollten die Figuren einfach nicht werden. Außerdem hat sich viel Spiel in der Anlenkung des Rotorkopfes eingeschlichen. Zeit also für eine intensive Inspektion.

Bei genauerer Betrachtung zeigte sich, dass die Bell-Hiller Anlenkhebel stark abgenutzt waren, genauer gesagt die angeformten Kugeln.

Dies habe ich aber erst festgestellt, nachdem ich komplett neue Kugelköpfe montiert hatte....

Um in Zukunft den Verscheiß an dieser Stellte zu minimieren, habe ich die ALU Bell Hiller Wippe mit Messingkugeln von www.rc-city.de eingebaut.

 

Die Verarbeitungsqualität dieser Hebel ist wirklich sehr gut und die Lieferung erfolgt komplett mit den erforderlichen Kugellagern, Messingkugeln, Unterlegsscheiben sowie den passenden Schrauben.

 

Umbau erweiterter Pitchbereich

Bei meine Kunstflugversuchen hatte ich immer das Problem, dass der Heli zuwenig negativen Pitchbereich hatte.  Im Internet und zuletzt auch in der Rotor 03/2003 fand ich mehrere Umbauanleitungen, wie man mit einfachen Mitteln den Pitchbereich auf +/- 100 erweitern kann.

Das Modell befindet sich nicht mehr in meinem Besitz.

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