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Robbe Eolo R22
Vorwort. Der Eolo war wohl eines der Modelle, auf das am längsten warten musste. Robbe hat sich nach der ersten Messepräsentation extrem viel Zeit gelassen, bis die ersten Baukästen dann tatsächlich bei den Modellbaugeschäften zu bekommen waren. Man kann sich jetzt streiten, ob dieses Verhalten kundenfreundlich ist oder nicht, doch ich persönlich finde es nicht so positiv. Klar, der Hersteller hat die Zeit genutzt um direkt in die erste Serie Produktverbesserungen einfließen zu lassen, doch auf der anderen Seite könnte man auch argumentieren, dass zum Zeitpunkt der Neuheitenvorstellung im Frühjahr 2002 lediglich ein erster Prototyp vorlag und man die Reaktion der Kunden abwarten wollte. Wie dem auch sei, im Frühling 2003 waren endlich die ersten Baukästen verfügbar. Im Mai 2003 habe ich meinen Baukasten mir dem folgenden Zubehör bestellt:
Baukasten Eolo Motor High Torque 280/10 12W von Lindert und Causemann 21er Ritzel 4 Servos Hitec HS 80 für Taumelscheibe und Heck (Kunstoffgetriebe) robbe G200 Kreisel Schulze Alpha 838 Empfänger
Bei dieser Aufstellung fehlen eigentlich nur noch der Drehzahlregler und ein Antriebsakku. Als Drehzahlregler wollte ich einen Kontronik Smile 40-6-12 verwenden, den ich noch von meinem Eco übrig hatte. Doch zu diesem Thema später….. Für die ersten Flugversuche habe ich 10 x 2/3 Sanyo RC 1200 verwendet, da dieser Akku leicht, hochstromfähig und gerade übrig war. Somit war alles vorhanden, so dass die Montage ohne Unterbrechung beginnen konnte. Ich möchte an dieser Stelle keine detaillierte Baubeschreibung wiedergeben sondern mich vielmehr auf einzelne Punkte beschränken, die mir besonders aufgefallen sind.
Zusammenbau Die Einzelnen Bauteile werden in einem auffallend kleinen Baukasten geliefert, in dem doch alles sicher untergebracht ist. Die R 22 Kabinenhaube liegt bereits fertig verklebt und ausgeschnitten aus durchsichtigem Lexan bei. Bei dem Rest handelt es sich wirklich noch um einen Bausatz bei dem nur ganz wenige Komponenten (z.B. der Freilauf ist bereits in die Aluhülse eingepresst) vormontiert sind. Viele Teile sind aus Metall und auch die Kunststoffteile sind sehr sauber hergestellt. Bereits bei den ersten Bauabschnitten fallen auch die sauberen Passungen positiv auf mit denen die Wellen in die Kugellager des Chassis eingefügt werden können. Dabei sitzen sie weder zu locker noch sind sie so stramm, dass man die Wellen erst noch mit Schmirgelpapier bearbeiten müsste. Somit geht die Montage zügig voran.
Kufenlandegestell Nach ein paar Vorarbeiten kommt recht schnell Kufenlandegestell an die Reihe. Es besteht aus einigen sehr filigranen Spritzgussteilen, vier Kohlefaserröhrchen, den Kufen aus schwarz lackiertem Aluminium sowie einigen Kunstoffverbindern. Irgendwie ist es sehr ähnlich aufgebaut wie das Landegestell des Ikarus Piccolo, mit den gleichen Schwächen und Probleme. Mit dieser Information ist es auch nicht verwunderlich, dass es bereits Tuningvarianten im Internet verfügbar sind. (www.rc-city.de). Meiner Meinung nach das Größte Problem ist die Tatsache, dass das Landegestell extrem steif ist und harte Landungen in keiner Weise abgefedert werden können. Für den erfahrenen Piloten ist das sicherlich kein Problem, doch dieses Modell wird ganz bestimmt auch von vielen Anfängern und Umsteigern (z.B. vom LMH 110) aufgrund seiner überschaubaren Abmessungen und der Widerverwendungsmöglichkeit der Fernsteuerkomponenten eingesetzt werden. Robbe empfiehlt in der Bauanleitung die einzelnen Bestandteile des Ladegestells mir Zwei-Komponenten Kleber zu verbinden. Aufgrund der sehr guten Passung der einzelnen Bauteile erschien mir das zu mühsam und auch übertrieben. Ich habe einfach alle Teile sorgfältig zusammen gesteckt, sauber und genau ausgerichtet und anschließend mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fixiert. Allerdings habe ich die Kohlefaserfaserröhrchen nicht in die obere Aufnahme (Nr: S5095) eingeklebt, sondern lediglich eingeschoben um sie bei einer möglichen Beschädigung auch wieder wechseln zu können. Dabei klemmen die beiden Teile so fest, dass ich mir nicht vorstellen kann dass sie sich von selbst lösen können. Das Chassis mit dem montierten Landegestell macht einen sehr soliden Eindruck und erscheint mir auch nicht unnötig schwer.
Heckantrieb Weiter geht es mit der Montage des Heckantriebsstranges. Bei dem Eolo verläuft eine 2 mm Stahlwelle, geführt durch zwei Kunststoffbuchsen durch das Aluminium- Heckrohr.
Ein kurzer Exkurs zum Thema Vibrationen beim Eolo. Bereits kurz nach Auslieferung der ersten Baukästen konnte man in den verschiedensten Internetforen (www.rc-heli.de, www.rc-line.de) die Diskussionen verfolgen, in denen vibrationsgeplagte Eolobesitzer Rat suchten. Das Problem trat vorrangig bei den Piloten auf, die Ihren Eolo direkt mit einem bürstenlosen Motor ausgerüstet hatten und äußerte sich in einer starken Vertikalschwingung des Heckauslegers. Es war auch nachvollziehbar, dass dies erst bei hören Drehzahlen auftritt, die mit dem normalen Motor eigentlich nicht zu erreichen sind. Robbe hat auf diese Probleme der Kunden sehr schnell regiert und allen Kunden einen Umbausatz mit den folgenden verbesserten Teilen kostenlos zu Verfügung gestellt. Ein Anruf bei Robbe genügte und man bekam die Teile umgehend zugeschickt. Bei meinem Baukasten hat diesen Part bereits mein Händler (Wiggerich Modellbau/Unna) übernommen, denn Sie lagen bereist dem Baukasten bei.
Rotorkopf Zentralstück Heckabtriebswelle vorne Heckantriebswelle hinten Verstärktes Heckrotorgehäuse
Optimal wären noch zwei kugelgelagerte Lagerstopfen für die Heckantriebswelle gewesen. Dem Baukasten liegen nämlich nur zwei Kunststoffbuchsen bei, die sicherlich keine hohe Standzeit haben und der Vibrationsvermeidung bestimmt nicht dienlich sind. Sogar an ein passendes Röhrchen wurde gedacht, um die beiden Buchsen an die richtige Stelle im Heckrohr zu schieben. Dies ging in meinem Fall aber sehr schwer und ich kann mit nicht vorstellen, die Buchsen jemals wieder aus diesem Rohr heraus zu bekommen.
Außerdem wäre ein Kupplung der Heckantriebswelle sinnvoll, um die Demontage für Wartungsarbeiten zu vereinfachen und vor allem auch um temperaturabhängige Längenausdehnungen aufzufangen. Es wurde im Rahmen der Virbrationsproblematik nämlich auch vermutet, dass dieses starre Verbindung zu Spannungen im Heckausleger führen die sich letztendlich in Vibrationen äußern. Wenn robbe oder ein Dritthersteller nicht in absehbarer Zeit so ein Teil in ihr Lieferprogramm aufnehmen werde ich mich selbst um eine passende Lösung bemühen. Die Kegelräder im Heckrotorgehäuse laufen übrigens sehr sauber ohne Passscheiben und irgendwelches Gefummel.
Hauptrotorkopf Nach der Montage des Heckantriebs bleibt eigentlich nur noch der Rotorkopf übrig. Auch an diesem Bauteil kann man wieder klar die Verwandtschaft zu den größeren Modellen erkennen, denn er besitzt nahezu den gleichen Aufbau wie der meines Futura Novas, nur sind alle Lager ein paar Nummern kleiner. Stark unterscheidet sich auf jeden Fall der Pitchkompensator. Wie gut er funktioniert berichte ich später bei meinen Flugerfahrungen.
Nervig war lediglich die Anfertigung der Steuergestänge mit den sehr kleinen Kugelköpfen. Meiner Meinung nach sind die Gewindestangen auch etwas zu lang geraten, denn sie müssen sehr weit in die Kugelköpfe geschraubt werden um auf das angegebene Maß zu kommen. Einmal montiert sind die Kugelköpfe sehr leichtgängig. Zu beachten ist auch, dass sich nicht symmetrisch aufgebaut sind! Die dem Baukasten beiliegenden Rotorblätter müssen lediglich noch mit selbstklebender Folie bespannt und ausgewuchtet werden. Da ich mit der Originalfolie nicht klar gekommen bin, habe zweifarbige Oracover benutzt und die Blätter bebügelt. Diese bunte Farbkombination passt sehr gut zu dem Charakter dieses kleinen Helis und ich erwarte mir auch einen positiven Einfluss auf die Lageerkennung im Flug.
Fernsteuerkomponenten Jetzt ist endlich der Einbau der Fernsteuerung und der Antriebseinheit an der Reihe. Die Montage der Servos verläuft völlig problemlos, ich habe jedoch entgegen der Bauanleitung zur Verschraubung der Servos an dem Halter S5082 nicht die original Servoschrauben sondern einfache M2x10 Gewindeschrauben verwendet. Das hält auf jeden Fall und sieht wesentlich professioneller aus.
Zur Montage des Drehzahlreglers und des Kreisels habe ich mir eine kleine Befestigungsplattform aus Balsaholz gebaut und ihn vor dem Motor mit Sekundenkleber befestigt.
Den Empfänger habe ich hinter der Hauptrotorwelle auf der für diesen Zweck vorgesehenen Plattform montiert. Für den Schwerpunkt wäre es auf jeden Fall besser, wenn er auch vor der Rotorwelle sitzen würde, doch wollte ich mir nicht größere Probleme mit Störungen einhandeln.
Nachdem alle Kabel ordentlich verlegt und befestigt waren, wollte ich die Verbindungskabel vom Motor zum Drehzahlregler verlöten. Da davon aber die Drehrichtung abhängt, habe ich erstmal alle Kabel mit Lüsterklemmen provisorisch verbunden. Der Motor lief kurz an und blieb nach ca. 5 Sekunden einfach stehen. Da ich sicher wusste, dass der Regler technisch in Ordnung war, blieb nur eine alternative offen:
Der Regler ist nicht kompatibel mit dem Motor.
Diese Erkenntnis bekam ich dann von Kontronik bestätigt. Dort erfuhr ich auch die Begründung: Der Motor ist mit 10 Polen aufgebaut. Pro Umdrehung muss der Regler eine bestimmte Folge/Anzahl von Schaltprozessen durchführen. Die Rechenleistung des Reglers reicht dafür aber nicht aus, da er nur für 4-6-8 Pole konstruiert wurde. Also blieb mir nichts anderes übrig, als einen anderen Regler zu kaufen. Ich habe mich dann für einen Beat 40-6-12 entschieden, da ich mit Kontronik im Großen und Ganzen gute Erfahrungen gemacht habe und speziell die Programmierung gut gelungen ist. Nachdem der Regler eingebaut war, ging es gleich wieder zum Testflug in den Garten. Doch die Enttäuschung war groß, denn der Motor wollte wieder nicht anlaufen! Dann plötzlich, nach unzähligen Versuchen sprang er doch an. Ist es vielleicht doch ein Verbrenner? Dieses Verhalten zog sich durch alle Tests durch. Mit einem frisch geladenen Akkus lief nichts, erst nachdem der Akku bereits etwas entladen und folglich auch die Spannungslage etwas geringer war lief er einigermaßen zuverlässig an.
Der Hersteller meines Motors machte dann noch den Vorschlag, dass es ganz sicher an meinen vermeintlich zu alten Akkus liegen würde……
Also habe ich bei Hopf 8 Zellen Sanyo 2400 P&M bestellt. Damit sprang der Motor besser an. Woran lag das aber jetzt? Waren es wirklich die Akkus? Da auch die Rotordrehzahl nicht gerade berauschend war, habe ich einen Satz 10 x Sanyo 2400 ebenfalls P&M von Hopf getestet. Und siehe da, der Motor zeigte wieder das problematische Startverhalten wie mit meinem „alten“ Akkus.
Danke für den „super Tipp“ lieber Hersteller, war wohl nix!
Bis zum Herbst 2003 bin ich dann eher selten mit dem Modell geflogen, da ich einfach total enttäuscht von der zur Verfügung stehenden Motorleistung war. An den Akkus konnte es nicht liegen, auch bei dem Motorritzel habe ich mich an die Herstellerangaben gehalten. Dieses Leistungsdefizit zeigte sich überdeutlich in der viel zu niedereren Motordrehzahl und dem heftigen Einbrechen der Rotordrehzahl bei Steigflügen. Mehr als ganz gemütliche Rundflüge waren damit einfach nicht möglich. Und das war auch schon immer eine wacklige Angelegenheit, jedes stärkere Abfangmanöver konnte den Absturz bedeuten. Die viel zu niedere Rotordrehzahl äußerte sich auch darin, dass die Paddelstange im Rundflug stark in Flugrichtung geneigt war. In der Zwischenzeit erschien auch ein Motorentest im Rotor, der meine Erfahrungen mit diesem Motor absolut bestätigte.
So machte das Fliegen mit dem Modell überhaupt keinen Spaß. Auf der Modellbau Süd 2003 in Stuttgart bekam ich eine Prospekt von Robbe in die Hand, auf der ein neuer bürstenloser Motor für den Eolo angeboten wurde. Bei diesem Motor handelt es sich um den Twist 37 von Kontronik, der auch in dem Motorentest sehr gut abgeschnitten hatte.
Daraufhin habe ich mich entschlossen, die Minderleistung des HT 280 nicht weiter zu akzeptieren. Ich habe mich an den Hersteller gewand. Der Motor sollte zur Überprüfung eingeschickt werden. Nach knapp drei Wochen war der Motor zurück mit dem Ergebnis, dass sich absolut nichts geändert hat. Damit konnte ich natürlich nicht zufrieden sein. Nach einem direktem Telefongespräche mit dem Hersteller schicke ich den Motor zurück um bekam mein Geld zurück.
Bei meinem anschließenden Recherchen, wo ich den Twist 37 am günstigsten bekommen kann, bin ich auf den Onlineshop von der Firma Fliegerland in Leimen gestoßen. Dort kostet der Motor (Stand Dez. 2003) € 115,00. Fast genauso viel habe ich auch für den HT 280 bezahlt. So richtig lohnt sich das Sparen also nicht, besonders wenn ich den Regler noch einrechne den ich extra kaufen musste.
Den Twist 37 betriebe ich mit einem 17er Ritzel. Direkt bei dem ersten Testflug zeigte sich schon, dass die Rotordrehzahl wesentlich höher ist und außerdem hat der Beat Regler jetzt keinerlei Probleme mehr mit den Anlauf des Motors. Nachdem ich die Pitchbereiche und die Heckbeimischung angepasst hatte, konnte es zum ersten Testflug gehen. Um es gleich vorwegzunehmen, der Umbau war ein voller Erfolg. Jetzt habe ich endlich so viel Leistung und Drehzahl dass gefahrlos Kunstflug möglich sein wird. Aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen im Dezember 2003 konnte ich das zwar noch nicht testen doch ich werde berichten, sobald Ergebnisse vorliegen.
Ebenso kann ich nur wenig darüber sagen, ob das 17er Ritzel passt. Mit den P&M 2400 hatte ich ca. 7 heftige Minuten Flugzeit. Der Motor wurde etwas warm, so auch der Akku. Sobald ein 16er verfügbar ist will ich auch dieses ausprobieren um bei annähernd gleicher Flugleistung vielleicht noch etwas mehr Flugzeit erreichen zu können.
Tuningmaßnahmen Bereits bei meinen ersten Testflügen zeigte sich, dass auch ich nicht von den Vibrationen verschont wurde, obwohl alle drehenden Teile von mir penibel gewuchtet wurden.
Besonders auch die Heckrotorblätter mussten in meinem Fall mit viel zu viel Tesafilm beschwert werden. Aber diese Maßnahme war absolut notwenig um ein ruhiges Heck zu bekommen.
Dann habe ich das Alu Heckgetriebe von MS Composite eingebaut.
Das brachte schon ein gewisse Verbesserung, doch ganz weg waren sie immer noch. Und da die original Leitwerke nicht mehr passen, bin ich auch gleich auf die CFK Teile von MS Composite mit den entsprechenden Aluschellen zur Befestigung umgestiegen. Deren Montage war sehr lästig, da die Schrauben nur mit viel Kraft an die richtige Stelle zu bewegen waren.
Als nächstes kam dann die Heckabstrebung ebenfalls von MS Composite dazu. Dies brachte in meinem Fall die größte Verbesserung. Die Montag ist super einfach, es werden keine zusätzlichen Bohrungen angebracht und der Eolo sieht zudem auch gleich noch irgendwie stabiler aus.
Mit genau dieser Konfiguration habe ich die ersten Flugerfahrungen mit dem Modell sammeln können. Bei den ersten größeren Rundflügen stellte ich jedoch fest, dass die Lageerkennung mit der Originalhaube sehr schwierig ist. Also habe ich die Shiver Haube von MS Composite bestellt. Die Fertigungsqualität ist sehr gut, da gibt es absolut nichts zu meckern. Die Haube wird nahezu fertig ausgeliefert, lediglich ein kleines Holzstück und die hinteren Gummietüllen müssen befestigt werde. Da ich keine Löcher in die Haube bohren wollte, habe ich diese mit Sekundenkleber von innen eingeklebt. Sieht von außen super sauber aus und die Haube hält bedingt durch ihre Eigenspannung bombenfest auf dem Haubenhalter. Die Lageerkennung ist mit der gelben Haube für meinem Geschmack optimal. So konnte ich auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen ohne Schwierigkeiten weiter wegfliegen.
Erst vor kurzem hat robbe einen Umrüstsatz für die Akkubefestigung herausgebracht, den ich selbstverständlich auch gleich bestellt habe. Die bereits zu diesem Zeitpunkt von Fremdanbietern lieferbaren Akkuhalter haben mir nicht so recht gefallen. Der Originalteil von robbe fügt sich sehr harmonisch in das Gesamtbild des Helis ein und funktioniert tadellos. Im Verbindung mit der Shiver-Haube kann der Akku so weit wie nötig nach vorne geschoben werden um den korrekten Schwerpunkt herzustellen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Akku wie auf den Bildern oben dargestellt befestigt. Das hat zwar auch gut funktioniert, doch das Wechseln des Akkus war immer eine blöde Aktion.
Noch nicht eingebaut habe ich die kugelgelagerten Lagerstopfen für die Heckantriebswelle (Stand Dezember 2003). Dazu war ich einfach noch zu faul und der Aufwand war mit einfach zu groß.
Ausblick Die nächsten Monate möchte ich mich erstmal an die Kunstflugtauglichkeit des Modells herantasten. Dazu werde ich sicherlich noch auf CFK Haupt und Heckrotorblätter umsteigen und auch die Lipoly Technologie möchte ich irgendwann ausprobieren.
Sobald ich mit dem neuen Motor etwas mehr Flugerfahrung sammeln konnte werde ich wieder berichten.
Update Dez 2003 Aufgrund massiver Störungen hatte ich einen kapitalen Absturz aus großer Höhe und leider auch mit viel Fahrt. Der Heli schlug in einen weichen Acker ein und ich war überrascht, wie wenig beschädigt wurde.
Die Ursache für den Absturz liegt vermutlich in einer nicht optimalen Verlegung der Empfangsantenne. Ich werde das Modell aber wieder aufbauen und es noch mal probieren, da die vorhandene Motorleistung einfach klasse war und die wenigen Flugminuten viel Spaß gemacht haben.
Update Januar 2004 Der Wiederaufbau des Modells war zwar mit einigen Schwierigkeiten aufgrund festsitzender Madenschrauben verbunden, doch der finanzielle Aufwand hielt sich mit ca. 150,-- EUR in erfreulichen Grenzen. Gleichzeit habe ich auch noch die original Robbe GFK Rotorblätter bestellt. Die Verarbeitungsqualität dieser Blätter ist wirklich sehr gut. Den Blättern liegt auch gleich noch ein Satz neuer Blatthalte bei um die größeren Belastungen durch das höhere Blattgewicht abfangen zu können.
Nach einem Telefongespräch mit Kontronik habe ich den Regler zur Überprüfung eingeschickt. Nach knapp 14 Tagen kam er inkl. einem speziellen Ferritkern zurück so dass es endlich an die Erprobung der neuen Komponenten gehen konnte.
An einem kalten (ca. + 1 Grad) Wintertag ging es auf den Flugplatz. Bereits bei dem ersten vorsichtigen Schwebeflug zur Einstellung des Spurlauf zeigte sich zum einen ein wesentlich ruhigeres Flugverhalten und zum anderen eine spürbar höhere Systemdrehzahl. Ich führe dieses Verhalten eindeutig auf die neuen Rotorblätter zurück. Sie sind minimal länger als die Holzblätter und haben eine wesentlich glättere Oberfläche.
Beim zweiten Flug wurde ich dann mutiger und setzen zu den ersten vorsichtigen Rundflügen an. Dabei flog ich immer größer werdende Achten. Bei jedem Vorbeiflug schaute ich auf die LED des Schulze Empfängers ob irgendwelche Störungen registriert wurden. Dies war nicht der Fall. Somit hat der Einbau des Ferritkerns, das Einschicken und das andere Verlegen der Empfangsantenne den gewünschten Erfolg gebracht. Ich konnte völlig ohne Störungsanzeige mit dem Modell so weit wegfliegen wie es gerade noch erkennbar war. Super, genau so soll es sein!
Also Akku wieder laden, Finger tief in den Taschen vergraben und warten bis der Akku voll und die Hände warm sind. Bei nächsten Flug konnte ich endlich mit viel Leistung losbrettern. Der klein Heli wird mit der üppigen Motorleistung richtig flott. Also wollte ich gleich mal testen, wie er sich bei einem Looping verhält. Ein zügiger Steigflug sollte ihn auf Sicherheitshöhe bringen. Doch plötzlich hörte ich so ein komisches Klackergeräusch und die Leistung war auch nicht mehr so doll.
Nach einer sehr sanften Ladung musste ich feststellen, dass das Hauptzahnrad ein paar Zähne verloren hatte. So ein Mist! Und das im Flug ohne Bodenberührung. Bei meinem Recherchen stellte ich fest, dass dieses Problem auch bei anderen Piloten aufgetreten ist. Sehr oft schien es daran zu liegen, dass bei einem vorhergehenden Absturz das ALU Kastenchassis leicht verzogen ist. Die Zahnräder laufen nicht mehr genau zueinander und zerstören sich somit gegenseitig. Ich habe aber auch den Eindruck, dass das verwendete Material des Hauptzahnrades sehr bei tieferen Temperaturen sehr spröde ist.
Ich habe beschlossen, den Eolo nicht mehr aufzubauen. Ich hatte mit dem Modell schon so viel Probleme (Vibrationen, Motor, Störungen) dass ich ihn jetzt erstmal so stehen lasse und die Teile bei Ebay verkaufe.
Das Nachfolgemodell, der Rebell von artfantasie steht schon auf der Werkbank und macht einen wesentlich stabileren Eindruck.
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