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X-Stat.de

 

 

MS Composite Hornet X-3D pro

 

Jetzt ist es doch passiert. Ich wollte in der Halle mit meinem Piccolo pro Überschläge üben, doch leider hat das nicht so geklappt wie ich es mir vorgestellt habe. Das Ergebnis ist ein zerstörter Piccolo den ich wohl in der Form auch nicht wieder aufbauen werde.

Um meine Fähigkeiten im Hallenkunstflug auszubauen habe ich mir zu Weihnachen 2006 eine Hornet X-3D pro geschenkt.

Zuerst der Inhalt des Baukastens den ich bei der Firma SH Modelltechnik in Mannheim gekauft habe. Dort sind auch ab sofort die gängigen Ersatzteile verfügbar.

Schon bei der ersten Begutachtung des Baukasteninhalts fiel mit die doch recht große Anzahl der Bauteile auf. Im Lieferumfang des X3D-Pro sind einige Alu Tuningteile enthalten die beim Einzelkauf richtig teuer sind.

 

Das ist alles im Baukasten enthalten:

 

RC Ausstattung

Zusammen mit dem Baukasten habe ich den von MS Composite empfohlenen Außenläufer Motor EM 300/20 inkl. dem passenden Regler gekauft.

Das Typenschild sollte vor dem Erstflug gleich entfernt werden. Bei mir löste es sich direkt während der ersten Flüge unter lautem Geräusch ab.

Für die Heckanlenkung habe ich mich für das Microservo MS-10 entschieden. Als ich das Servo zum ersten Mal in der Hand hatte dachte ich schon es handelt sich einfach um ein umgelabeltes Hitec HS-50, doch bereits bei der Programmierung der Fernsteuerung zeigte sich die wesentlich höhere Stellgeschwindigkeit gegenüber dem HS-50.

In der Hornet verwende ich zum ersten Mal einen Webra Scan DS6. Ich bin gespannt, wie sich dieser Empfänger im Flugbetrieb verhalten wird. In Verbindung mit meiner T14 ist ein Scannerempfänger natürlich optimal.

 

Baubericht

Trotz der vielen Einzelteile ist die Montage des Modells unkompliziert.

Der Aufbau beginnt mit der RC-Grundplatte. Diese Platte besteht aus einem sehr stabilen Kunststoffmaterial und wird bei einem Absturz sicherlich nur schwer zu beschädigen sein. Die folgenden Bilder zeigen den Baufortschritt nach ca. einer Baustunde. Schon allein der Taumelscheibenmitnehmer ist eine Augenweide.

 

Am hinteren Teil der Mechanik wird die Kreiselbefestigungsplattform mit Sekundenkleber aufgeklebt. Bei der ersten Montage muss man darauf achten, dass sie auch wirklich fest angedrückt wird da die zusätzliche Kunststoffklemmung sehr eng ist.

Die folgenden Bilder zeigen die Einzelteile des Hauptrotorkopfes. Auch hier kommen wieder hochwertige Alu- Tuningteile zum Einsatz.

Die Hauptrotorwelle besitzt unten übrigens eine Abflachung damit die Freilaufhülse sicheren Halt hat.

Nicht so besonders gefällt mir die auf das Kohlefaser geklebte Halterung für die Heckstreben und die Stabilisierungsflosse. An dieser Stelle hätte ich mir ein Kunststoff- oder Aluteil gewünscht. Die Heckstreben waren bei mir mit Sekundenkleber nicht endgültig fest zu bekommen. Die Bohrung in der Heckstrebenhalterung ist einfach zu groß. Seit ich die Streben mit etwas Epoxy eingeklebt habe hält die Verbindung.

 

Ebenso wie der größte Teil des Bausatzes wird auch der Heckrotor aus Einzelteilen zusammengesetzt.

Bei der Montag der Metall Heckrotorwelle und der entsprechenden Ritzel muss man genau aufpassen, da an den jeweiligen Enden der Heckrotorwelle verschiedene Lager zum Einsatz kommen! Im Heckrohr selbst wird die Welle zusätzlich mit zwei weiteren Kugellagern geführt die ich mit ganz wenig dickflüssigem Sekundenkleber auf der Welle fixiert habe.

 

Der Einbau des Motors hat mich etwas enttäuscht. Ich verwende den Motor und das Ritzel welches von MS-Composite empfohlen wurde. Erst als ich den Motor inkl. Ritzel montiert hatte musst ich feststellen, dass das Ritzel am Chassis schleift bzw. klemmt. Auf diesem Umstand wird leider weder in der Bauanleitung noch im Beiblatt zu dem Motor hingewiesen.

Das Chassis muss also an den entsprechenden Stellen nachträglich mit einer Feile bearbeitet werden. Vor der Montage des Chassis wäre das wesentlich einfacher gewesen.

 

Verteilung der RC-Komponenten

Im Bezug auf die Verteilung der RC-Komponenten bleiben nicht viel Wahlmöglichkeiten bei so einem kleinen Modell.

Ich habe mich für die folgenden Aufteilung entschieden.

Auf diese Weise komme ich mit den kurzen Anschlusskabeln der Servos aus, der Regler ist möglichst weit vom Empfänger positioniert und auch der Schwerpunkt kann eingehalten werden. Die Empfängerantenne verläuft zuerst von der Heckflosse und anschließend weiter zu einem Röhrchen an der linken Kufe. Da die Antenne im Originalzustand für dieses kleine Modell viel zu lang ist habe ich sie um die Hälfte gekürzt. Störungen habe ich bis jetzt weder beim Hallenfliegen noch auf dem Modellflugplatz.

Vor dem Erstflug habe ich mit der beiliegenden "Pitcheinstelllehre" die Grundeinstellung ( -100 00 +100) vorgenommen. Die Einstelllehre liegt dem Bausatz bei und muss auch Karton ausgeschnitten werden. Entgegen meinem ersten Eindruck funktionierte die Lehre aber so gut, dass ich nachträglich noch mit ein paar Streifen Balsaholz verstärkt habe.

 

Flugerfahrung

Bereits bei den ersten Flügen hatte ich große Probleme mit dem Heckrotor. Trotz GY-401 und dem speziellen Heckservo bekam ich das Heck einfach nicht ruhig. Als ich den ersten Looping auf dem Modellflugplatz an einem einigermaßen windstillen Tag probieren wollte drehte sich der Heli beim Abfangen plötzlich im Kreis und war auf dem Heckrotor nicht mehr zu kontrollieren.

So richtig autorotieren klappte auch nicht und so stürzte das neue Modell auf die Wiese. Zu meiner Überraschung war lediglich der vordere Kufenbügel gebrochen und die Kabinenhaube hatte ein paar Risse die mit Tesafilm schnell repariert waren.

Trotz intensiver Suche konnte ich den Fehler damals nicht gleich finden. Erst als ich das Modell wieder repariert hatte und einen vorsichtigen Schwebeflug in der Halle durchführte kam ich dem Problem auf die Schliche.

Es stellte sich heraus, dass das vordere Ritzel der Heckwelle zwar recht fest klemmte, doch bei höherer Last zum Durchrutschen neigte.

Noch in der Halle versuchte ich das Kunststoffzahnrad mit reichlich Sekundekleber und durch intensives Anschleifen der Metallheckwelle neu und vor allem endgültig zu befestigen. Dies gelang mir jedoch nicht, bereits beim ersten Testflug lockerte sich das Zahnrad wieder.

Nach ausgiebiger Recherche im Internet habe ich bei www.f3x-shop.de ein speziell für die Hornet gefertigtes Metallritzel gefunden.

Obwohl das Kunststoffritzel nur wenige Flugminuten im Einsatz war zeigten sich doch schon sichtbare Verschleissspuren.

Der erste Testflug nach dem Umbau brachte dann auch sofort das gewünschte Ergebnis. Das Heck ist jetzt bei ca. 60% Kreiselempfindlichkeit so wie es sein soll. Das Laufgeräusch der Mechanik ist auch nicht wesentlich lauter geworden. Den Einsatz dieses Tuningteils kann ich jedem nur wärmstens empfehlen.

 

Akkubefestigung

Für die Hornet verwende ich 740er Kokam Lipo Akkus. Ich habe diese Akkugröße auf Empfehlung erfahrener Hornet Piloten ausgewählt. Testflüge ergaben, dass für 6 Minuten Flugzeit ca. 500 mAh benötigt werden. Da ich mit der Hornet 3D in der Halle lernen möchte ist diese Flugzeit für mich ausreichend.

Um den korrekten Schwerpunkt einhalten zu können habe ich mir die folgende Akkuhalterung aus 3mm Architekturkarton gebastelt. Bei den folgenden Abbildungen handelt es sich noch um den ersten Prototyp.

 

Ich erhoffe mir von der Halterung einen gewissen Schutz des Akkus bei einem Absturz. Außerdem lässt sich der Akkus ganz leicht durch das Lösen eines Klettbandes wechseln.

 

18.02.2007

Heute hatte ich endlich einmal Gelegenheit das Modell auf unserem Modellflugplatz bei schönem Wetter und fast Windstille zu testen. Wie bei allen anderen Microhelis auch ist das Starten auf Gras nicht ganz unproblematisch.

Obwohl das Gras im Winter nicht hoch war musste ich mir schon eine günstige Stelle für den Start suchen damit der Heckrotor sich nicht im Gras verfängt. Einmal in der Luft zeigte sich der Heli aber von seiner besten Seite. Mit dem neuen Heckritzel sind jetzt auch Loopings und Rollen mit stabilem Heck kein Problem.

Als nächsten standen Überschläge auf dem Testprogramm. Auch diese bewältigte das Modell problemlos. Im Vergleich zum T-Rex fühlt er sich zwar nicht ganz so wenig an, doch für mich ist das im Augenblick gerade richtig. So wirken die Überschläge nicht so "durchgerissen" und ich habe mehr Zeit die einzelnen Flugphasen auszusteuern. Um die Wenigkeit zu erhöhen werde ich noch die dem Bausatz beiliegenden leichteren Paddel ausprobieren.

Ein Problem habe ich noch mit dem Spurlauf der Hauptrotorblätter. Im Schwebeflug stimmt der Spurlauf präzise, doch wenn sich das Modell im Vorwärtsflug befindet stellt sich immer eine sichtbare Spurlaufdifferenz von ca. 5mm ein. Zuerst habe ich gedacht, es hat etwas mit den recht flexiblen CFK Rotorblättern zu tun. Deshalb habe ich mich auf dem Markt nach Alternativen umgesehen.

- Rotorblätter

Dabei bin in im Onlineshop von SH Modelltechnik auf die Rotorblätter der Firma KoK gestoßen.

Die Verarbeitung der Blätter ist tadellos, auch der aktuelle Lieferpreis von ca. 35,00 € ist angemessen. Hier ein paar Vergleichsdaten mit den Orignalblättern:

  Gewicht Länge (= Bohrung bis Blattspitze) Tiefe Profildicke
MS Composite CfK 11 g 255 mm 26 mm 3 mm
Kok 14 g 255 mm 30 mm 5 mm

Die Anschlussmaße sind selbstverständlich identisch.

Stand heute hatte ich nur Gelegenheit die Rotorblätter in der Halle zu testen. Dabei ist mir zuerst aufgefallen, dass das Fluggeräusch subjektiv etwas lauter geworden ist. Das Zischen der Blätter um die 0 Grad Pitch ist wesentlich deutlicher zu hören. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass der Heli mit diesen Blättern linearer zu steuern ist. Speziell bei Pitchveränderungen ist mit dies positiv aufgefallen. Inwiefern sich die Wendigkeit beim Kunstflug geändert hat kann ich noch nicht sagen. Dies werde ich nachreichen, sobald ich dazu Ergebnisse habe.

An meinem Problem mit dem sich verändernden Spurlauf hat sich nichts getan. Auch mit den Kok-Blättern ist das Spurlaufverhalten identisch wie mit den MS Composite Blättern. Ich denke, das liegt an den Servos für die Taumelscheibe die bei genauerer Betrachtung ein deutliches Getriebespiel aufweisen. Bei nächster Gelegenheit werde ich diese ersetzen müssen, sobald ich eine gute Alternative gefunden habe. 

 

20.02.2007

- Kabinenhaube

Die Erkennbarkeit des kleinen Helis im Freien bereitete mir bei den ersten Testflügen einige Probleme, zumal die fertig montierte Haube weiß ausgeliefert wird. Das Fenster ist mit schwarzer Folie bereits aufgeklebt so dass ein nachträgliches Lackieren nicht möglich ist.

So sieht der Heli bei sonnigem Wetter mit leichten Wolkenschleiern aus:

Da ich gerne eine bunte Kabinenhaube hätte habe ich bei rc-city die folgende Haube für ca. 13 € bestellt:

Das Montieren der Haube ist m.E. eine reine Strafarbeit. Das Material ist sehr dünn und lässt sich zudem auch noch schlecht kleben. Ich habe es mit verschiedenen Varianten Sekundenkleber probiert, doch so richtig perfekt ist sich nicht geworden. Na ja, wenigstens ist der Heli durch die neue Farbgestaltung im Flug wesentlich besser zu erkennen.

 

November 2007

- Beleuchtung

Während des vergangenen Sommers bin ich wenig mit der Hornet geflogen. Meistens kam neben meinem Joker CX der T-Rex zum Einsatz. Da es jetzt wieder am den Winter zugeht und die Hallenflugsaison beginnt habe ich die Hornet wieder aktiviert. Beim Bau meines neuen Piccolo Apaches habe ich die Beleuchtung mit SMD LEDs realisiert. Da mir das dort so gut gefiel, habe ich auch meine Hornet mit den LEDs ausgestattet.

Ich verwende folgende SMD-LEDs: Conrad Best. Nr.: 156611

Diese werden bereits mit einem ultra dünnen 0,05 mm2 und zugleich hochflexiblem Anschlusskabel ausgeliefert. Somit müssen auch keine filigranen SMD Lötarbeiten durchgeführt werden. Bei Conrad gibt es das gleich Kabel auch auf einer Rolle falls Verlängerungen erforderlich sind.

Im ersten Schritt habe ich rechts und links jeweils eine rote und eine grüne LED angebracht. Später plane ich noch den Einbau einer weißen und wenn möglich blitzenden LED am Heckrotor. Dafür fehlt mir allerdings noch eine kleine, leichte und günstige Schaltung.

Die LEDs habe ich mit einem Tropfen Sekundenkleber seitlich am unteren Mechanikträger angeklebt. Da die LEDs einen sehr breiten Abstrahlwinkel haben sind sie im Flug aufgrund der exponierten Lage immer gut zu erkennen und werden nur ganz selten von der Mechanik verdeckt.

Den Strom für die beiden LEDs könnte man entweder vom Empfänger oder vom Antriebsakku abzweigen. Ich habe mich bei der Hornet für die Variante mit dem Direktabgriff vom Flugakku entschieden, da ich das BEC meines Drehzahlreglers nicht unnötig belasten wollte.

Zu diesem Zweck habe ich den passenden Widerstand direkt an den Minusstecker gelötet das ganze dann mit Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Genauso bin ich auch mit der Plusleitung verfahren, lediglich auch den Widerstand konnte ich logischerweise verzichten.

Im Nachhinein bin ich noch auf die Idee gekommen, dass der Strom für die Beleuchtung auch über den Balanceranschluss abgenommen werden kann. Das hätte dann den Vorteil, dass man die Beleuchtung auch einschalten könnte wenn das Modell ausgestellt wird. Meinen Apache werde ich dahingehend noch umrüsten.

Am Modell sieht die Beleuchtung dann so aus:

Die Bilder sind in einer hell beleuchteten Sporthalle ohne Blitz entstanden. Ich denke man kann deutliche die erstaunliche Leuchtkraft und speziell auf dem mittleren Bild den breiten Abstrahlwinkel der kleinen LEDs erkennen. Sogar draußen bei Sonnenschein ist die rote LED deutlich zu erkennen, die grüne sieht man nur aus näherer Distanz.

Für mich hat sich der Einbau auf jeden Fall gelohnt, denn ich bin auch der Meinung, dass das Modell beim Hallenfliegen besser zu erkennen ist.

- Blinkschaltung

Kurz nach Erstellung dieses Berichtes kam mir die Idee, dass es eine kleine und leicht Blinkschaltung doch im Eisenbahnmodellbau geben müsste. Bei Conrad bin ich dann fündig geworden:

Es handelt sich um den SMD-Wechselblinker WPA-2 mit der Artikelnummer 22-01-019. Das Modul wird fertig montiert geliefert, lediglich die LED's müssen zusätzlich erworben werden. Praktisch ist auf jeden Fall, dass es direkt mit 12 Volt betrieben wird.

Eine LED habe ich an der Heckflosse der Hornet montiert, die andere mit einem kleinen Stück CfK nach unten zeigend vor dem Motor.

Die Schaltung selbst ist so klein, dass ich sie im unteren Mechnikbereich nahezu unsichtbar unterbringen konnte.

 

Paddel

Da ich im vergangenen Jahr viel Zeit mit dem T-Rex verbracht habe lernte ich dessen direktes Steuerverhalten sehr zu schätzen. Bei meinem ersten Flug mit der Hornet fühlte diese sich extrem träge an und ich hatte das Gefühl ein wesentlich größeres Modell zu bewegen. Um die Agilität zu steigern wollte ich die dem Baukasten beiliegenden leichteren Paddel verwenden. Im Gegensatz zu den Originalpaddeln besitzen die Tuningpaddel zwei große Ausfräsungen die mit Folie beklebt werden müssen. Mit meiner einfachen digitalen Küchenwaage konnte ich keinen Gewichtsunterschied feststellen. Das liegt aber klar an meiner Hardware, dafür ist die Genauigkeit einfach zu gering. Egal welches Paddel ich wiege, es werden immer 3 Gramm angezeigt.

Da mir die weiße Folie zu langweilig war habe ich meine Paddel mit der leuchtend gelbe Klebefolie beklebt, die den Piccolo Holzrotorblättern beiliegt. Diese Folie erschien mir auch etwas dünner als das Original, ob das jedoch einen Einfluss auf das Flugverhalten hat kann ich nicht beurteilen.

Den ersten Testflug unternahm ich in der Halle. Aufgrund der Farbgebung ist die Paddelebene deutlich zu sehen und trägt positiv zur Erkennbarkeit bei. Beim Flugverhalten konnte ich jedoch keinen Unterschied feststellen. Dies änderte sich erst bei den folgenden Flügen im Freien, teils bei Wind als auch bei Windstille. Hier bäumt sich das Modell deutlich stärker beim schnellen Vorwärtsflug auf und der Schwebeflug ist nicht mehr so stabil wie mit den schweren Paddeln.

Bei den Überschlägen änderte sich meines Erachtens auch nichts. Sie sind immer noch etwas langsam und nur mit Vollausschlägen zu fliegen. Ich werden mich jetzt mal um die maximal möglichen Taumelscheibeneinstellungen kümmern um dieses Verhalten zu optimieren.

 

27er Motorritzel (Dez. 2007)

Heute hat meine Hornet endlich Ihren Stachel bekommen! Nach eingehenden Recherchen im Internet bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine Hornet mit dem 25er Standartritzel etwas zu wenig Rotordrehzahl hat um richtig giftig zu sein. Die bestätigten auch meine Drehzahlmessungen mit dem UNILOG. Da ich bereits mit 100% Gasvorwahl fliege blieb nichts anderes übrig als ein größeres Motorritzel zu verwenden. MSC kann leider keines liefern. Das Zahnrad hat ein Modul von M 0,4 mit einer Bohrung von 3,2mm.

Ich habe es dann bei Conrad unter der Artikel-Nr.: 237752 - 62 gefunden.

 

Das gleich Ritzel gibt es übrigens von 20 bis 29 Zähnen, da bleibt genügend Spielraum für eine optimale Anpassung.

Der Einbau des größeren Ritzels ist mit etwas Mühe verbunden, da ja bereits für das 25er Ritzel das Chassis ausgefräst werden musste. Diesmal wollte ich mit die Arbeit erleichtern, deshalb habe ich mit einen Satz Fräsbohrer besorgt.

Damit lässt sich das Chassis super einfach bearbeiten und auch das Erweitern der Langlöcher für die Motorbefestigungsschrauben in der GfK Grundplatte gelingt problemlos in wenigen Minuten.

Anschließend folgte in der Halle der Erste Testflug. Da ich mit dem dem Einstellen des Zahnflankenspiels wieder sehr viel Mühe gegeben habe läuft die Mechanik immer noch schön leise. Am Rauschen der Blätter bei 100% Gasvorwahl war klar zu erkennen, dass die Drehzahl um einiges höher war als vor dem Umbau.

Für den zweiten Flug habe ich den Datenlogger mit den entsprechenden Sensoren für Drehzahl, Spannung und Strom eingebaut.

Zwischen 50 und 90 Sekunden bin ich mit Gasvorwahl ein gemütlich in der Halle herumgeflogen. Ab 90 bis 140 Sekunden habe ich umgeschaltet auf Gasvorwahl 2.  Im Flugverhalten macht sich der Drehzahlunterschied deutlich bemerkbar. Die Hornet fühlt sich wesentlich giftiger und zugleich auch agiler an. Bei den ersten Überschlägen musste ich aufpassen, dass ich bei negativer Pitcheinstellung nicht gegen die Decke knalle, da die Hornet auch auf Pitchveränderungen wesentlich schneller reagiert.  Nach dem Flug war der Akku ca. 35 Grad warm, der Motor bewegte sich bei 45 Grad.

Mit dieser Konfiguration werde ich jetzt erstmal weiter fliegen ohne etwas zu verändern. Lediglich die KoK-Rotorblätter möchte ich noch einmal mit den neuen Drehzahlen ausprobieren.

Heute habe ich gleich noch meine Hornet gewogen. Flugfertig mit Akku und der Lexanhaube wiegt sie genau 385 g. Die Originalhaube wiegt lediglich 2 g weniger.

 

Januar 2008 - Heckritzel defekt

Nach einigen erfolgreichen Flügen begann sich plötzlich das Heck bei den Überschlägen wegzudrehen und auch bei schnellen Lastanforderungen reagierte der Heli äußerst seltsam auf der Heckrotorebene. Das führte dann auch leider zu einem Absturz in der Halle, bei der Chassis an der schwächsten Stelle beschädigt wurde. Die Beschädigung hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das Chassis an dieser Stelle für das 27er Motorritzel stark ausgefräst wurde.

Da sich das Material sehr gut mit Sekundenkleber kleben lässt habe ich es provisorisch repariert. Bei nächster Gelegenheit werde ich es jedoch ersetzen müssen.

Bei der weiteren Untersuchung des Helis stellte sich heraus, dass das Kunststoff-Kegelritzel auf der Heckrotorwelle durchrutscht. Das war auch fast nicht anders zu erwarten, da es lediglich auf die blanke Welle aufgeschoben wird und im Neuzustand relativ fest klemmt. Die Welle selbst besitzt jedoch keine Riffelung an der Stelle um das Ritzel besser zu fixieren und auch die Verwendung von Sekundenkleber ist nicht möglich. An diese Stelle gehört meiner Meinung nach ein Ritzel mit Madenschraube.

Für sachdienliche Hinweise, wo man so etwas kaufen kann bin ich immer dankbar.

Nachdem ich das Ritzel durch ein neues Exemplar ersetzt habe funktionierte es wieder wie es soll.

BILD FOLGT

Zur Sicherheit ersetzte ich nach dem Absturz auch die Hauptrotorwelle und das Hauptzahnrad da die Kegelverzahnung bereits Abnutzungsspuren zeigte. Dabei musste ich feststellen, dass auch das oberen Domlager der Hauptrotorwelle verschlissen war und extrem viel Spiel aufwies. Auch dieses musste ersetzt werde.

Januar 2008 - Kugellager Blatthalter defekt

Bereits seit einiger Zeit habe ich mich über die indirekten Reaktionen auf Pitchveränderungen gewundert. Zuerst habe ich dieses Verhalten auf die Taumelscheibenservos geschoben, doch bei der Nachflugkontrolle konnte ich keinen Fehler finden.

Einige Flüge später reagierte der Heli nur noch Ruckweise auf Pitchveränderungen und an einen sauberen Schwebeflug war nicht mehr zu denken. Daraufhin habe ich den kompletten Rotorkopf zerlegt um dem Problem auf die Spur zu kommen. Bereits bei der Demontage der Alu-Blatthalter viel mir einer der Übeltäter direkt entgegen.

Pro Blatthalter kommen bei der Hornet X-3D drei Miniaturkugellager mit den den Maßen 2x6x2 zum Einsatz. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass alle sechs Lager der beiden Blatthalter eingelaufen waren! Eines der Lager war sogar soweit zerstört wie oben abgebildet. Schade ist, dass diese Lager bei MS Composite nicht als Ersatzteil sondern nur mit einem kompletten Blatthalter erworben werden können!

Zum Glück verfügt meine Modellbauhändler (SH Modelltechnik) über ein breites Sortiment an Kugellagern. Dort fand ich dann auch die passenden Lager mit den Maßen 2x6x3.

Diese Lager sind zwar 1 mm breiter doch in den Blatthaltern ist dafür mehr als ausreichend Platz. Durch die um insgesamt 3 mm breitere Auflagefläche werden die Blatthalter noch besser geführt und sind deutlich präziser geführt. Diese Tuningmaßnahme kann ich nur empfehlen, zumal die Lager gerade mal etwas mehr als 1 EUR pro Stück kosten.

Jetzt endlich fliegt der Heli so, wie es sein soll. Er reagiert auf Pitchveränderungen direkt, so wie ich es eigentlich von der Hornet erwartet habe. Auch das Spurlaufproblem ist fast beseitigt.

20.10.2008

Umrüstung 2,4 GHz

Wie auch meinen Joker habe ich die Hornet mit einem 2,4 GHz Empfänger ausgerüstet. Ich verwende ebenfalls einen Futaba R617FS. Gerade bei so kleinen Modellen macht der Umbau Sinn, da jetzt keine herunterhängende Antenne mehr stört und das Gesamtbild wesentlich harmonischer wirkt. Störungen oder Zucker kenne ich mit dieser Konfiguration auch nicht mehr, egal wie weit ich mich mit dem Modell vom Sender entferne. Das war früher speziell auch in der Halle nicht so. Aus meiner Sicht hat sich der Umstieg auch bei der Hornet mehr als gelohnt.

 

13.11.2008

Wendigkeitssteigerung

Da mich die trägen Reaktionen schon eine Weile stören habe mich jetzt entschlossen die entsprechenden Gestänge so zu biegen, dass größere Taumelscheibenausschläge möglich sind.

Vor der Aktion konnte die Taumelscheibe ca. 11 Grad nach hinten geneigt werden.

Nach dem Biegen der Gestänge sind es jetzt ca. 17 Grad. Ich bin sehr gespannt, wie sich das auf die Wendigkeit auswirkt.

Jetzt ist das Flugverhalten so, wie ich es mir von der Hornet erwartet habe. Nicküberschläge gelingen jetzt sogar noch schneller als mit dem T-Rex 450 den ich immer als Referenz genommen habe. Als nächstes werde ich wieder ein kleineres Motorritzel montieren, so viel Drehzahl brauche ich nämlich jetzt nicht mehr. Glaube ich jedenfalls, aber probieren geht schließlich über studieren ;-)

 

25.11.2008

Heckoptimierung

Nachdem ich mit der Steigerung der Wendigkeit auf dem richtigen Weg bin habe ich heute die Heckrotoreinstellung überarbeitet.

 

13.12.2008

Absturz

Heute ist es leider passiert. Als ich mal wieder Überschläge in der Halle üben wollte habe ich mich derart versteuert, dass ich abgestürzt bin. Der Schaden ist beträchtlich.

 

20.09.2009

Restauration Hornet X-3D

Nachdem ich die Hornet den Sommer über links liegen ließ habe ich mich jetzt doch entschlossen, sie noch mal zu restaurieren. Ich wollte es einfach noch mal wissen, ob ich inzwischen das Rückenschweben in der Halle hinbekomme nachdem ist mit dem T-Rex 250 viel geübt habe.

Dabei habe ich ein paar Schwachstellen entdeckt die ich jetzt gleich verbessern werden:

Heckantrieb:

Bei der Demontage zeigte sich, dass das vordere Bundlager der Heckantriebswelle stark verschlissen war. Deshalb baue ich jetzt direkt neben dem Bundlager noch ein Radiallager ein, damit sich sich die Last besser verteilt.

 

Motorritzel

Entgegen meinen früheren Ausführungen werden ich wieder das original Motorritzel einbauen. Zum Einen brauche ich die hohe Drehzahl nicht, zum anderen muss ich dann das Chassis nicht unnötig schwächen. Ich habe nämlich festgestellt, dass bei genauer Montag am Chassis nichts entfernt werden muss.

Mein altes Chassis ist nämlich genau an der Ausfräsung gebrochen (gelbe Linie).

 

Heckrohr

Bei meiner Hornet in Serienausstattung gefällt es mir überhaupt nicht, dass viele Teile mit Sekundenkleber befestigt werden müssen. So wird es bei der Seiten- und Höhenflosse und auch bei der Heckstrebenhalterung gemacht.

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