Mikado
Hughes 500

Im Juni 2011 habe ich mir den
Rumpf der Hughes 500 für den Logo 600-3D zugelegt.
Während des Umbaus zeigten sich ein
paar Details die ich an dieser Stelle dokumentieren
möchte.
Verwendete Komponenten
Motorritzel: 12 Zähne
Hauptrotorblätter:
Edge 690 mm
Heckrotorblätter:
Edge 105 mm
Alle anderen Komponenten und wurden
unverändert vom Logo 600-3D übernommen
Baubericht
Der Bausatz wird in einem mächtig großen Karton
aber für den Paketboten verdächtig leichtem Karton geliefert. Zum
Größenvergleich habe ich den bereits auf Logo 600 SE umgebauten Logo
600-3D auf den Karton gestellt.

Darin sind alle Einzelteile sehr
sicher verpackt. So kann auf dem Transport eigentlich nichts beschädigt
werden. Hier ein paar Impressionen vom Auspacken.




Der Einbau der Mechanik scheint auf den ersten Blick in wenigen Minuten
zu erledigen sein, schließlich sind ja bereits alle Bohrungen und
Ausfräsungen vorhanden. An der Mechanik müssen jedoch einigen kleinere
Veränderungen vorgenommen werden die zeitaufwendig sind.
Der
Einbau des sehr stabilen Kufenlandegestells gelingt flott da nur 4
Schrauben in die im CfK-Rumpf einlaminierten Gewindeeinsätze geschraubt
werden müssen. Ich habe diese Schrauben zusätzlich mit
Schraubensicherungslack gesichert damit sich sich im Betrieb nicht lösen
können

Die Bohrungen sind super genau, die
Mechanik steht völlig ohne zu wackeln sehr stabil.
Elektronik
Um
später an die Elektronikkomponenten heranzukommen liegt eine Cfk-Platte
bei die seitlich an der Mechanik befestigt wird. In meinem Fall
waren die Servokabel glücklicherweise so lang, dass ich nichts
verlängern oder umbauen musste.
Auf den
folgenden Bildern ist die Anordnung des Spektrum Empfängers, der V-Stabi
Zentraleinheit und des Telemetriempfängers zu sehen.

Als
schwierigste Tätigkeit stellte sich bei der Montage die hinteren
Mechanik-Befestigungsschrauben heraus. Diese sind so weit hinten im
Rumpf angeordnet, dass es sehr eng zugeht. Ich konnte es nur lösen, in
dem ich mir selbst einen dünne und leicht biegsame Verlängerung für den
passenden Inbusschlüssel gebastelt habe. Zusätzlich habe ich die
Bohrungen der CfK-Adapterplatten, welche an Stelle des
Kufenlandegestells montiert werden, um 1 mm erweitert.

Um die Mechanik im Dombereich sicher
befestigen zu können liegen dem Rumpfbausatz zwei neue Befestigungsteile
bei. Diese sorgen dafür, dass die Mechanik wirklich bombenfest montiert
werden kann. Im Rumpf sind bereits die entsprechenden Bohrungen
vorhanden die wieder super genau vorgebohrt sind. Um die Mechanik
zusammen mit den beiden Bolzen in den Rumpf schieben zu können muss
dieser gespreizt werden. Nach etwas Überwindung funktioniert das
einwandfrei und man spürt deutlich, wie stabil der Rumpf tatsächlich
ist.

Das Rumpfvorderteil wird durch Stifte
geführt und von starken Rundmagneten gehalten. Die Stifte sind mit einer
leichten Vorspannung eingebaut und passen völlig exakt.

Heckerdung
Obwohl es in der Trainerversion
nicht erforderlich war, musste ich nach dem Rumpfeinbau die Erdung
des Heckrohrs durchführen. In der aktuellen Bauanleitung des Logo
600 SE wird darauf ja ebenfalls hingewiesen und die erforderlichen
Teile liegen dem Baukasten bei.
Ich habe die Notwendigkeit nur
dadurch festgestellt, dass ich merkwürdige Zucker auf die
verschiedenen Achsen bei völlig unterschiedlichen Fluglagen hatte.
Sogar als der Heli nur wenige Meter neben mir schwebte zuckte das
Heck. Das Auslesen des V-Stabi Logfiles wies eindeutig darauf hin,
dass die Erdung notwendig ist.
Ich habe sie folgendermaßen
realisiert:
Ein 2,5 mm Kabel habe ich mit einem Lötauge versehen und
an einer der beiden Motorbefestigungsschrauben befestigt. Dieses
Kabel endet an einer blanken Stelle am Heckrohr. Das sich das
schlecht löten lässt habe ich es mit zwei Kabelbindern befestigt.
Am Heckrotor habe ich ein
weiteres Kabel an der Schraube der Riemenandruckrolle mit einem
weiteren Lötauge befestigt. Das andere Ende habe ich unterhalb eines
der beiden Kunststoffabstandshalter geklemmt. Selbstverständlich
habe ich das Heckrohr vorher blank geschliffen.
Leider erschwert dieses
zusätzliche Kabel den ohnehin schon fummeligen Rumpfeinbau noch
weiter. Ich hatte jedoch keine andere Idee. Das nächste mal würde
ich ein dünneres Kabel verwenden.
Der Erfolg dieser Maßnahme war
sofort spürbar. Der Heli fliegt jetzt in jeder Lage völlig
ohne Zucker und er lässt sich wieder so präzise steuern wie vor dem
Umbau. Auch das V-Stabi Logfile ist wieder völlig unauffällig.
Die Anordnung des Empfängers war
mir zuerst unklar und ich war nicht sicher, ob vielleicht sogar
externe Antennen aufgrund des großflächig mit CfK Material
gefertigten Rumpfes notwendig sind. Eine Anfrage bei Mikado ergab,
dass die Teampiloten das Modell mit Spektrum-Satellitenempfängern
direkt am V-Stabi fliegen und diese jeweils links und rechts
unterhalb der seitlichen Fensteröffnungen angebracht haben.
Da meine DX8 die Telemetriedaten
im Display anzeigt konnte ich bei den Testflügen sehr gut
nachvollziehen, welchen Einfluss die Einbauposition der Empfänger
hat. Mit der von Mikado vorgeschlagenen Anordnung habe ich selbst
bei hohen Autorotationen keine Fades, Holds sowieso nicht. Schön ist
bei dieser Anordnung, dass keine Antennen von außen sichtbar sind.
Die Antenne des Telemetriemoduls
habe ich mit einem Streifen Tesafilm vorne unterhalb der Mechanik
auf den CfK-Unterbau geklebt. Auch dies funktioniert in meinem Fall
völlig störungsfrei.

In meinem Modell habe ich den Temperatursensor,
den Spannungssensor und einen Drehzahlsensor eingebaut. Da der Spektrum-Drehzahlsenor bis heute (08-2011) nicht lieferbar war habe
ich von SM-Modellbau den Unilog-Drehzahlsensor eingebaut. Nach dem
Anlöten des richtigen Steckers funktioniert dieser problemlos
und die angezeigte Rotordrehzahl stimmt bis auf wenige U/min mit
denen eines optischen Drehzahlmessers überein.
Heckrotoreinheit
Der Einbau der Heckrotoreinheit
ist etwas fummelig da dort eine Vielzahl Unterlegscheiben richtig
angeordnet werden müssen. Werden diese falsch angeordnet reißt der
Lack beim Festziehen der Befestigungsschrauben! Mit Geduld und einer
Pinzette gelingt das jedoch leicht und die Riemenspannung kann auch
jederzeit angepasst werden.
Bild folgt
Schwingung der Heckflosse
Bereits bei den ersten Testflügen
zeigten sich starke Schwingen der Heckflosse. Die Amplitude betrug
je nach Motordrehzahl bis zu 2 cm!
Mit einer normaler Videokamera
konnte ich diese jedoch nicht aufzeichnen. Im Video sah es so aus,
als ob keinerlei Schwingungen existieren. Erst mit einer Kamera mit
Zeitlupenfunktion konnte ich die Heckschwingungen dokumentieren.
Die Analyse war aufgrund der
V-Stabi Vibrationsanalyse jedoch sehr gut realisierbar. Leider
werden diese Vibrationsdaten nur live dargestellt und können nicht
so einfach aufgezeichnet werden. Um auch eine Vibrationsanalyse mit
montierten Haupt- und Heckrotorblättern durchführen zu können habe
ich das Bluetooth Modul von Mikado in meinen Heli eingebaut.
Daraus konnte ich die folgenden
Maßnahmen ableiten:
- Verwendung der weichen
Rotorkopfdämpfung # 02756
- Feinwuchtung der Rotorblätter
Außerdem musst ich feststellen,
dass meine Blattbefestigungsschrauben leicht gebogen waren. Das lag
daran, dass es sich noch um die ersten Schrauben handelten die den
höheren Belastungen der SE-Rotorblätter nicht mehr gewachsen waren.
Die neuen Schrauben haben einen wesentlich längeren Schaft und
können sich so nicht mehr verbiegen.
Diese Aktionen reichten aus um
bei ca. 1500 U/min am Rotorkopf keine sichtbaren Schwingungen zu
haben. Lediglich bei ca. 1700 U/min sind leichte Vibrationen
erkennbar.
Unter
dem folgenden Link gibt es aktuelle Videos zu diesem Bericht:
http://kluge-matthias.de/Elektrohubschrauber/Filme.html
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