|
------------------------------------- ------------------------------------- -------------------------------------
|
Mein Werdegang (1984 - 2000) Zu Beginn meiner "Modellbaulaufbahn" beschäftigte ich mich funkgesteuerten Booten und Autos. Modellflugzeuge haben mich schon damals fasziniert, jedoch war die Technik noch unerschwinglich. 1985 war es dann soweit. Nach einem Ferienjob kaufte ich mir meine erste 35 Mhz robbe Fernsteuerung sowie ein Graupner Taxi II mit einem 3,5 OS Max Glühzünder. Mit diesem Modell habe ich dann in meinem Verein unter fachkundiger Anleitung das Fliegen gelernt. Im Laufe der Jahre kamen dann noch einige Modelle hinzu. Besonders gut kann ich mich an einen kleinen Doppeldecker (Graupner Duo 40) erinnern, der mit einem 6,5 ccm Viertaktmotor ausgestattet war und ein wunderschönes Flugbild hatte. Dann wollte ich unbedingt mal ein richtig großes Modell bauen. Eine Piper Super Cup sollte es sein. Ausgestattet mit einem 10 ccm Motor war das ein sehr schönes Modell, das ich aus einem Baukasten von Robbe aufgebaut hatte. Als letztes Flächenmodell baute ich ein F3A Modell, mit dem ich jedoch nicht lange geflogen bin. In der Zwischenzeit musste ich nämlich zur Bundeswehr und hatte dadurch nur wenig Zeit zum Fliegen. Als dann auch noch unser Modellflugplatz geschlossen wurde, verkaufte ich fast alle Modelle. Es dauerte aber nicht sehr lange, da begann es wieder in den Fingern zu kribbeln und ich wollte wieder etwas bauen. Blieb nur die Frage was? Es sollte etwas Neues sein. Außerdem wollte ich erst mal unabhängig von einem Modellflugplatz sein. Letztendlich entschied ich mich für einen Elektrohubschrauber. Also bestellte ich mir den damals recht verbreiteten EP-Concept von Kyosho. Damit machte ich dann meine ersten Erfahrungen. So schaffte ich es spielend, eine große Zahl Heckrohre und Hauptrotorblätter zu vernichten... Meiner Meinung nach lag das an dem sehr weichen Hauptrotorkopf und den Schaumstoffblättern. Deshalb kaufte ich mir nach einiger Zeit den Whisper von Kalt. Obwohl die Konstruktion auf den ersten Blick labil und sehr bruchempfindlich wirkte, hatte ich mit diesem Modell sehr viel Freude. Doch dann sollte es endlich mal ein "richtiger" Modellhubschrauber in 60er Größe sein. Somit kam damals nur der Logo 30 vom Mikado in Frage. Als ich den Heli das erste mal flog, wurde mir bewusst, dass das kein Modell für den Garten ist! Also sah ich mich wieder nach einem Verein um, doch konnte ich im Raum Mannheim nicht fündig werden. Meine negativsten Erfahrungen in diesem Bereich machte ich mit dem Ladenburger Modellflugverein. Trotz zahlreicher Versuche als Helipilot Kontakt zu bekommen, verhielten sich die entsprechenden Ansprechpartner extrem abweisend gegenüber neuen Mitgliedern, besonders wenn diese einen Modellhubschrauber fliegen wollten. Für mich das absolute Negativbeispiel! Später kaufte ich dann auch noch den Jet Ranger Rumpf von Mikado. Damit sah das Modell zwar absolut klasse aus, ich konnte aber kaum noch richtig fliegen. Zum einen konnte ich das Modell noch nicht richtig einstellen und zum anderen hatte ich immer Angst, dass der teure und sehr labile Rumpf kaputt geht. Da meine fliegerischen Fähigkeiten eher stagnierten, beschloss ich den Besuch einer Flugschule (Modellflugschule 2000 von Ralf Kuhn in Schifferstadt). Innerhalb einer Woche lernte ich auf einem Modell mit Verbrennungsmotor das Nasenschweben sowie den Rundflug. Außerdem lernte ich sehr viel über die Grundeinstellung eines Modellhubschraubers. Mit meinem Logo 30 konnte ich das gelernte jedoch nicht umsetzen. Für mich waren damals die Flugeigenschaften einfach zu unterschiedlich. Also ließ ich mich von meinem Fluglehrer überzeugen, dass ich einen Heli mit Verbrennungsmotor brauche, um fliegen zu lernen. Somit verkaufte ich meinen Logo 30 und kaufte mir einen XCell Gas Graphite von Miniature Aircraft. Aufgrund der längeren Motorlaufzeit des Benzinmotors machte ich schnell Fortschritte. Lediglich das Fliegen im Garten war damit vorbei. Da Ralf Kuhn seinerzeit auf einem Modellflugplatz in Weisenheim schulte, wurde ich im dortigen Verein Mitglied. Da es sich um einen reinen Modellhubschrauberverein handelte, war immer jemand da, den ich mit Fragen löchern konnte. Da ich von den Vorteilen des Elektroantriebs immer noch überzeugt war, kaufte ich mir den gerade neu heraus gekommenen Eco 8 von Ikarus. Die Flugeigenschaften waren gegenüber den früheren kleinen Elektrohubschraubern wesentlich besser. Angespornt durch diese positive Erfahrung beschloss ich, mir noch mal einen Logo 30 zu kaufen. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut, denn richtig eingestellt fliegt das Modell wirklich sehr gut. Dann kam von Mikado die Ankündigung, dass es einen neuen Elektrohubschrauber, den Logo 20, geben wird. Da mir das Modell zum üben des Kunstflugs besser geeignet erschien als der große Logo 30, verkaufte ich meinen XCell und bestellte einen Logo 20 Bausatz. Mit diesem begann ich intensiv Kunstflug zu üben und nahm an zahlreichen Geschicklichkeitswettbewerben teil. Ein paar Monate später stolperte ich über den LMH 110, der war so goldig, dass ich ihn unbedingt haben wollte. Zuerst mit einem Verbrennungsmotor ausgerüstet machte er mir nicht so viel Freude. Als ich dann auf Elektromotor umstellte, entwickelte er sich zu meinem Hallenfeger. Obwohl ich immer auf den Piccolo geschimpft habe, konnte ich mich im Sommer1999 dann doch nicht beherrschen. Quasi als Geburtsgeschenk kaufte ich mir das Teil und war dann doch sehr angenehm überrascht, wie viel Freude ich mit diesem Heli in der Wohnung oder beim Hallenfliegen hatte.
01.10.2009 Die vergangenen Jahren vergingen sprichwörtlich wie im Flug. Technisch hat sich extrem viel getan. Meilensteine waren sicher die Entwicklung der Lipo Akkus, der bürstenlosen Elektromotoren sowie die 2,4 Ghz Fernsteuertechnologie. Auch die bei den Modellhubschraubern zeigt sich deutlich der Trend zu immer hochwertigeren Mechaniken. Das führte auf jeden Fall zu einer Steigerung der Flugsicherheit und damit auch des Flugvergnügens. Der aktuelle Trend dreht sich im Elektrohelibereich um das Thema "Virtuelle Paddelstange".
Mein Fazit: Nur durch das Dazukaufen immer neuer Komponenten und Helis lernt man nicht schneller oder besser fliegen. Es ist besser, sich mit einem Modell eingehend zu beschäftigen. Das Einstellen und Anpassen sowie die regelmäßige Wartung sind im Bereich Modellhubschrauber ein sehr wichtiger und zeitaufwendiger Aspekt. Denn nur wer gut schraubt kann auch gut fliegen.
Die Bilder im Überblick: |