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minicopter Joker CX
Im Frühjahr 2002 entschloss ich mich, meine Logo 30 zu verkaufen und mir einen Joker der Firma minicopter zuzulegen. Ich hatte bis dahin schon sehr viel gutes über dieses Modell gelesen und die technische Umsetzung begeisterten mich von Anfang an. Ich habe mich gleich für die CX Version entschieden, bei der sowohl die Mechanik- Seitenteile als auch das Landegestell und das Heckrohr neben ein paar anderen Kleinigkeiten aus Kohlefaser gefertigt sind. Bei der CfK Version spielt meines Erachtens weniger das absolute Gesamtgewicht als die mechanische Belastbarkeit und die Standfestigkeit eine entscheidende Rolle. Bestellung und Lieferung Nach der Bestellung per Email erhielt ich innerhalb kurzer Zeit die Auftragsbestätigung. Nach ca. 10 Tagen wurde der Baukasten geliefert und bereits bei der ersten Betrachtung der Einzelteile kam Freude auf. Alle Teile sind sehr ordentlich und sicher gegen Transportschäden gepolstert verpackt und es gibt viel zu schrauben. Es sind nur einzelne Baugruppen wie z.B. der Rotorkopf oder die Taumelscheibe teilweise vormontiert. Die Vormontage dieser wichtigen Baugruppen halte ich sehr gut, denn so ist sichergestellt, dass kein Sicherheitsrisiko entsteht und der Heli die beworbenen Flugleistungen auch tatsächlich erbringen kann. Montage Ich möchte an dieser Stelle keine detaillierte Baubeschreibung wiedergeben, denn die Bauanleitung ist wirklich sehr gut und ausführlich. Außerdem liegt seit kurzem (Sommer 2002) jedem Baukasten eine CD mit vielen Detailbildern jedes Bauabschnitts bei, so dass eigentlich keine Fragen offen bleiben sollten. Der Zusammenbau ist ein absolutes Vergnügen. Sowohl die Kohlefaser - und ganz besonders auch die Aluteile sind von hervorragender Qualität, alle Kanten sind penibel gerundet bzw. gebrochen und alle Bohrungen und Gewinde passen optimal. Jetzt möchte ich beschreiben, was ich an meinem Modell geändert habe. Zum Schluss möchte ich auch noch auf das Thema Störungen eingehen. Motorisierung Der Hersteller schlägt als optimale Motorisierung einen Actro Außenläufer vor. Ausgestattet mit diesem Antrieb muss das Modell sicherlich keinen Vergleich mit einem Verbrenner scheuen und auch die Flugzeit ist noch erfreulich hoch. Bei meinem Joker bin ich jedoch einen anderen Weg gegangen. Da der passende Actro 24-5 nicht lieferbar war als ich mein Modell bestellt hatte, habe ich meinen "alten" Kontronik KBM 77-04 aus meinem Logo 30 eingebaut. Seitens minicopter gibt es auch einen passenden Motorträger, bei dem auch gleich das korrekte Zahnflankenspiel eingestellt wird. Dieser Motorträger ist übrigens auch für Plettenberg oder Ultra Motoren verfügbar. Dieser Vorteil hat jedoch leider auch den Haken, dass man nicht so einfach verschieden Motorritzel ausprobieren kann, da die Bohrungen genau vorgegeben sind und es sich nicht um Langlöcher handelt. Der KBM 77-04 hat aber im Gegensatz zu den Actro Motoren einen wesentlich geringeren Drehmoment und benötigt folglich auch eher eine kurze Übersetzung, um im optimalen Drehzahlbereich von ca. 450 U/Volt zu laufen. Das führte bei den ersten Flugversuchen dann auch dazu, dass der Motor nach einer Akkuladung ca. 110 0 C heiß wurde. Nach einigen weiteren Flugversuchen mit verschiedenen Drehzahlen war klar, dass ich etwas ändern musste. Da mein Hobbybudget die Investition in einen neuen Motor + Regler nicht zuließ und ich auch in Erfahrung bringen konnte, dass Köhler an einem neuen Motor arbeitete, verpasste ich meinem Motor einen Zwangskühlung. Dies sieht dann so aus, dass ein guter Freund mit dem richtigen Maschinen ein pilzförmiges Drehteil angefertigt hat, welches ich oben auf der Motorachse mit Schraubensicherungslack befestigt habe. Das setzt natürlich voraus, dass die Motorachse oben ein paar Millimeter heraus schaut. Auf den "Pilzkopf" habe ich dann das Lüfterrad einen CPU-Lüfters montiert. Bereits bei den ersten Testflügen zeigte sich, dass der Motor deutlich kühler bliebt und ich konnte keine Leistungsminderung feststellen. Um das Ergebnis entscheidend zu verbessern, habe ich mit Tonpapier noch einen Lüftungsschacht gebaut, der den Motor in einem definierten Abstand komplett umschließt. Nach diesem Umbau ereicht der Motor nach einer Akkuladung eine Temperatur von ca. 60 0 C. Selbstverständlich habe ich auf diese Weise nicht die Ursache für die Erwärmung beseitig, aber so konnte ich das Modell wenigstens fliegen und musste nicht warten, bis ein neuer Motor verfügbar ist. Optimal wäre jetzt vielleicht noch ein Kühlkörper, der ähnlich wie bei den Hacker-Motoren auf den Motor aufgeschoben wird. Bis jetzt konnte ich allerdings keinen Hersteller finden, der so ein Teil mit den richtigen Maßen im Programm hat. Kabinenhaube Dem Baukasten liegt eine braun getönte Lexanhaube bei, die bereits fertig verklebt ist und über alle Ausfräsungen und Bohrungen verfügt und direkt verwendet werden kann. Zuerst habe ich diese Haube unlackiert verwendet, doch das Erkennen der korrekten Fluglage bereitete mir große Probleme. Also habe ich eine Schablone angefertigt, um die Kontur des Fensters auf die Haube zu übertragen, da leider keinerlei Markierungslinien vorhanden sind. Alternativ kann man auch mit Klebestreifen das Design der Haube dem persönlichen Geschmack anpassen. Leider ist meine Lackierung nicht so optimal gelungen, da ich den Untergrund nicht vorher weiß lackiert habe und so die rote Farbe etwas dunkler erscheint. Optimal und sicher um einiges leichter wäre eine Haube aus klarem Lexanmaterial, wie es für die Karosserien von RC-Cars verwendet wird. Dieses Material ist sehr leicht, stabil und lässt sich optimal von innen lackieren. Nach einigen Flugversuchen mit der (dunkel)-roten Haube war ich bei immer noch nicht ganz zufrieden. Speziell bei bedecktem Wetter war die Fluglage für mich immer noch schlecht zu erkennen. Durch Zufall bin ich beim Helitreffen in Heidelberg mit Christoph Rothe ins Gespräch gekommen. Er fertig für Minicopter die CfK-Hauben und hat dadurch auch manchmal 2. Wahl Hauben anzubieten. So eine gelb eingefärbte Haube habe ich dann sofort bestellt. Bei meiner Haube musste ich noch alle Lüftungsschlitze selbst fräsen, was aber dank feiner Markierungen recht gut funktioniert. Die Erkennung der Fluglage ist mit dieser Haube wesentlich besser, zudem ist sie auch noch leichter als das original. Bilder von der Montage
RC Ausrüstung Bevor ich zur Beschreibung der Flugverhaltens komme, möchte ich kurz meine technisch Ausstattung beschreiben: Kreisel und Heckservo Zuerst versuchte ich das Modell mit einem Graupner 4451 sowie einem robbe 3D Gyro zu fliegen. Mit dieser Kombination war ich jedoch sehr unzufrieden (nur geringe Kreiselempfindlichkeit einstellbar und schwammiges Steuergefühl), so dass ich sehr schnell zu einem robbe GY 401 mit dem entsprechenden Server 9253 gewechselt bin. Von dieser Kombination bin ich absolut begeistert. Ich fliege meinen Joker mit ca. 1350 U/min, den Kreisel betreibe ich im Normalmodus mit ca. 70% Empfindlichkeit. Ich habe im Sender keinerlei Drehmomentausgleich programmiert. Mit dieser Einstellung bin ich bei meiner Motorisierung absolut zufrieden, das Heck steht bei allen Windverhältnissen sehr stabil und neigt auch im schnellen Rundflug nicht zum Schwingen. Bei schnellen Pirouetten rastet das Heck so präzise ein, wie ich es vorher noch bei keinem meiner Modell gekannt habe. Den Heckriemen habe ich übrigens entsprechend der Bedienungsanleitung gespannt und es war bis jetzt auch nicht erforderlich, die Spannung nachzujustieren. Empfänger Zuerst setzte ich einen Graupner DS-19 ein. Mit diesem hatte ich jedoch immer in einer bestimmten Fluglage leichte Störungen. Auch die Versuche, die Empfängerantenne anders zu verlegen, brachte keinen durchschlagenden Erfolg. Da ich das Modell auf keinen Fall riskieren wollte, stieg ich auf den von Minicopter empfohlene Futaba FP-R 149 DP um. Mit diesem PCM-Empfänger habe ich keinerlei Störungen mehr und seitdem traue ich mich auch, das Modell großräumig zu bewegen. Motor und Regler Wie bereit oben beschrieben, verwende ich einen Kontronik KBM 77-04 mit einem Kontronik 3SL 25-14-32. Der Regler hat einen angenehm langsamen Sanftanlauf und außerdem verfügt er über einen Regler-Modus. Ich habe auf meinem Sender (Futaba FF9) einen Schalter definiert, mit dem ich den Motor einschalte. Den Regler betreibe ich im Reglermodus, so dass ich mich auch nicht um eine Gaskurve kümmern muss. Leider hat der Motor etwas zu wenig Leistung, denn die restlichen Parameter passen sehr gut zu meinem Flugstil. Flugverhalten Da mein Modell eher etwas untermotorisiert ist, benutze ich es z.Zt. (=2002) eher zum gemütlichen Spazierenfliegen und zur Teilnahme an Veranstaltungen. Ich verwende übrigens die Original Haupt- und Heckrotorblätter von Minicopter. Bei den ersten Flugversuchen fiel mir sofort der super saubere Rundlauf der gesamten Mechanik und das turbinenartige Betriebsgeräusch auf. Nachdem ich das Heckrotorgestänge und den Spurlauf richtig eingestellt hatte, fühle ich mich sofort vertraut mit dem Modell. Im Gegensatz zu meinen Logos hat der Joker im Schwebeflug zwar ebenfalls ein stabiles, wiederum jedoch auch ein sehr wendiges Flugverhalten. Die Pitchwerte, Gestängelängen und Servoausschläge habe ich übrigens genau der Bauanleitung bzw. der Homepage von minicopter entnommen. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich auch, dass der Heli eine gesteuerte Fluglage so lange beibehält, bis man gegensteuert. Hat man im Schwebeflug das Steuerkommando roll rechts gegeben, behält er diese Fluglage bei, bis ich etwas dagegen tue. Bei meinen Logos war es bis jetzt immer so, da sie sich nach einer Weile von selbst aufgerichtet habe. Auch im Rundflug macht sich dieses Verhalten bemerkbar. Ich möchte an dieser Stelle aber ausdrücklich betonen, dass dies keine Kritik an dem Modell ist. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase lernt man dieses Verhalten zu schätzen, da der Heli kein "Eigenleben" führt. Fazit Ich kann dieses Modell jedem empfehlen, der keine Lust mehr auf die üblichen Kunstoffhelis hat und ein qualitativ sehr hochwertiges Modell sucht, das fliegerisch ein sehr großes Spektrum besitzt und sich neben keinem Verbrennerheli verstecken muss.
Update 20.12.2002 Nachdem ich fast genaue ein Jahr mit dem Joker geflogen bin, habe ich mir zu Weihnachten einen Actro 25-4 mit Actronic bestellt. Sicherlich gibt es in der Zwischenzeit einige neue Motoren (Actro 32-x, LRK), doch ich wollte in dieser Preisklasse keine Experimente wagen und habe mich deshalb für diese seit langem eingeführte Kombination entschieden. Nach einer Direktbestellung bei Minicopter hatte ich das Set bestehend aus Motorträger, 25er Ritzel, Actronic und einem kleinen Lüfter bereist am nächsten Tag erhalten. Super! Der Einbau gestaltete sich absolut problemlos, da alle Bohrungen optimal passen und keinerlei Nachbearbeitung notwendig ist. Auf dem Bild ist auch gut die Zuordnung der Motorkabel (Farben) und die Lage der Ferritkerne zu erkennen. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob sie so korrekt angeordnet sind, jedoch habe ich die Beschreibung der Bauanleitung so interpretiert. Die Actronic habe ich auf einem Balsakeil befestigt. Der kleine Lüfter zur Zwangskühlung ist direkt auf den Kühlkörper mit Sekundenkleber geklebt, selbstverständlich nachdem ein passender Ausschnitt in dem Schrumpfschlauch angebracht wurde. Entgegen meiner Montage empfiehlt Herr Guzicki den Lüfter etwas schräg anzuordnen, da ansonsten die Strömung an den Lüfterblättern abreißen würde und die Luftfördermenge stark zurückgehen würde. Ich werde das beobachten und ggf. später noch ändern. Die Anschlusskabel des Lüfters habe ich mit einem Servoanschlusskabel verlängert und mit dem Empfänger verbunden. Optimal wäre es, wenn gleich die Actronic mit einem geeigneten Anschluss ausgestattet wäre. Bereits nach den ersten Testflügen hatte ich das unerfreuliche Problem, dass der Motor nicht mehr laufen wollte. Eine genaue Inspektion zeigte, dass der oben weit aus den Regler herausstehende Kondensator nur noch an einem Beinchen hing! Leider wird in der Bedienungsanleitung nirgends darauf hingewiesen, dass dieses Teil vibrationssicher abgestützt werden muss. In meinem Fall habe ich es dann mit einem Balsastab gelöst, der mit Sekundenkleber direkt mit dem Regler verbunden ist. Der Kondensator ist ebenfall mit Sekundenkleber befestigt und zusätzlich mit einem Kabelbinder gesichert. Glücklicherweise konnte ich den Kondensator wieder anlöten und danach funktionierte alles wieder.
Flugverhalten mit Actro 24-5 Schon beim ersten Hochlaufen zeigte sich, dass in diesem Motor wesentlich mehr Leistung steckt als in seinem Vorgänger. Leider habe ich auch das leidige Anlaufproblem, d.h. der Motor benötigt immer mehrere Anlaufversuche bis er endlich die richtige Drehrichtung erkannt hat. Dieses Verhalten nervt mich total und es sieht immer so aus, als ob irgend etwas kaputt wäre. Wenn er dann aber mal läuft ist es schon erstaunlich, welche Leistung das Modell entwickelt. Nachdem ich zusätzlich noch die Ausschläge für Roll und Nick vergrößert habe, sind jetzt endlich auch gefahrlos Abschwünge, Rollen und Looping möglich. Mit meiner ersten Motorisierung habe ich mich dazu nie getraut.
April 2003 Inzwischen benötigt der Motor mindestens 7 Anlaufversuche. Eine Anfrage bei Köhler hat ergeben, dass es inzwischen eine neue Softwareversion gibt mit der diese Startprobleme beseitigt sein sollen. Sobald ich meinen Regler wieder habe werde ich berichten, ob das Update etwas gebracht hat. Lösung: Nach vielen erfolglosen Test und meinem persönlichen Besuch bei der der Firma Köhler habe ich festgestellt, dass das Anlaufverhalten eindeutig mit dem Anzugsmoment der Rotorblattschrauben im Zusammenhang steht. Entsprechend der Actro Bedienungsanleitung habe ich meine Blätter nämlich immer sehr fest angezogen, damit sie bei der heftigen Anlaufbeschleunigung des Actros nicht nach hinten klappen und ins Heckrohr einschlagen könnten. Doch das ist offensichtlich genau falsch. Durch Zufall habe ich die Blätter einmal nur leicht angezogen. Der Motor lief bereits bei dem ersten Versuch problemlos an. Auch mit verschiedenen Akkus war es immer das gleiche Bild. Sobald ich die Blätter wieder fester angezogen hatte, lief er wieder nicht an. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Herrn Guzicki herzlich bedanken, der sich sehr viel Mühe gegeben hat, die Ursache dieses Problems zu finden. Er zieht seine Rotorblattbefestigungsschrauben übrigens auch immer nur leicht an. Sep 2003 Absturz! Jetzt hat es mich auch erwischt. Aufgrund eines Problem mit dem Heckrotor ist mein Joker abgestürzt. Den Wiederaufbau habe ich unter dem folgenden Link ausführlich mit Bildern dokumentiert und ich werde auch auf Verschleißspuren nach ca. 2 Jahren intensivem Flugbetrieb eingehen. Baubericht: Wiederaufbau Joker März 2005 Jetzt ist es endlich soweit. Da ich mit den Flugzeiten meines Jokers mit den inzwischen schon älteren Sanyo RC2400 nicht mehr zufrieden war, habe ich mir endlich ein Lipo Akku gekauft. Nach langen Recherchen mit zum Teil sehr widersprüchlichen Meinungen habe ich für einen 10S4P 8000 von flightpower entschieden, der von rc-city verkauft wird. Alternativ dazu hätte ich auch eine 10S 3P mit 6000 mAh von minicopter verwenden können, doch da erschien mir die Kapazität im Verhältnis zu dem Kaufpreis zu gering. Der Akku wiegt 1690g. Der Joker hat mit dem Lipo Akku eine Gesamtgewicht von ca. 4600g. Da ich mit dem Modell kein 3D sondern nur großräumigen Kunstflug betreibe, benötige ich pro 6 Minuten Flugzeit ca. 2000 mAh. Diesen Wert habe ich mit Watt's up gemessen. Somit kann ich mit dem Akku ohne nachzuladen 18 Minuten fliegen, ohne den Akku zu sehr zu entladen. So sieht der Akku von innen aus: Leider verfügt der Akku über keine Balanceranschlüsse. Auch das Nachrüsten erschien mir nicht möglich, da die einzelnen Zellen in einer schwarzen silikonartigen Masse mit dem Kunststoffrahmen verbunden sind.
Mai 2007 Mit Hilfe meine neuen Datenloggers konnte ich endlich einmal die Ströme messen, die im Flug auftreten. Hier Unilog finden sich die Ergebnisse. September 2007 Bei einem Trainingsflug hat sich jetzt mein 10S Flightpower verabschiedet. Eine der äußeren Zellen blähte sich nach 4 Minuten Flugzeit dermaßen auf, dass ich nicht mehr aus dem Chassis herausziehen konnte. Nachdem er abgekühlt war zog er sich zum Glück wieder zusammen, so dass ich ihn ausbauen konnte. Leider habe ich keine Bilder aufnehmen können, da ich keine Kamera dabei hatte. Zuhause habe ich den Akku noch einmal vorsichtig mit 1A geladen. Es wurden 4300 mAh eingeladen, also habe ich im Flug auch nicht tief entladen. Der anschließende Testflug zeigte sofort, dass der Akku kaputt ist und nach kürzester Zeit extrem heiß wird. Die folgenden Kurve meines Datenloggers zeigt deutlich das Spannungs- und Temperaturverhalten. Der Akku besaß keine Balancer Anschlüsse. Flightpower war damals der Meinung, dass dies bei deren selektierten Zellen auch nicht notwenig sei. Rückblickend würde ich jedoch behaupten, dass damit der Akku sicherlich länger funktionstüchtig gewesen wäre. Klar, die Leistung hätte nach und nach abgenommen, doch der komplette Defekt eines Zellenblocks wäre damit bestimmt zu vermeiden gewesen.
September 2007 Für die Wahl eines neuen Akkus müssen folgende Rahmenbedingungen erfüllt sein:
Da eigentlich alle aktuell am Markt verfügbaren Akkus diese Kriterien erfüllen können, habe ich mich für einen Kokam 10S1P 4000 H5 entscheiden, da er gerade neu heraus gekommen ist und zudem gegenüber seinen Mitbewerbern mit 2C geladen werden kann. Da ich keinen Onlineshop ausfindig machen konnte, in dem ein 10S Akku bestellbar ist habe ich ihn bei der Firma ahltec bestellt. Dort wird der Akku individuell nach Kundenwunsch konfektioniert. Nach Lieferung habe ich den Akku gewogen. Er hat ein Gewicht von 1198 inkl. Stecker und Kabel. Mein alter 10S4P flightpower wog genau 1698g. Da ich den flightpower Akku recht umständlich mit Klettbändern befestigt hatte und er eigentlich immer im Modell verblieb, wollte ich bei dem neuen Akku wieder die original Akkubefestigung von minicopter verwenden um den Akku beim Laden und Lagern einfacher handhaben zu können.
Für den ersten Flugversuch habe ich das oben abgebildete schwarze Kunsstoffteil mit Schrumpfschlauch an dem neuen Akku befestigt. Auf diese Weise konnte ich den Schwerpunkt nach dem ersten Flug noch leicht verschieben. Damit der Akku beim Ein- und Ausbau oder im Flug an den Kohlefaserkanten des Chassis nirgends scheuern kann habe ich die entsprechenden Stellen mit Klettband umwickelt. Die weiche Seite des Materials zeigt zum Akku. So sitzt der Akku gerade so fest im Chassis, dass er nicht wackeln kann, trotzdem ist der Akkuausbau in Sekunden erledigt. Beim Einschrumpfen der Befestigungsschiene habe ich festgestellt, dass die unten am Akku angebrachten Aufkleber einen Temperaturindikator beinhalten. Dieser hat sich durch das Fönen leider verfärbt. Jetzt weiß ich endlich, für was die Dinger eigentlich da sind. Flugerfahrung Super gespannt war ich natürlich auf das Flugverhalten mit dem neuen Akku. Gleich beim ersten Abheben habe ich festgestellt, dass der Heli sich leichtfüßiger anfühlt und bereits beim einem geringeren Pitchwinkel abhebt. Deshalb muss auch die Heckrotortrimmung neue eingestellt werden. Bei den anschließenden Flügen zeigte sich deutlich, dass die Drehzahl wesentlich länger aufrecht erhalten werden kann. Lediglich bei voll Pitch bricht sie etwas ein. Ich denke, dass hier der Motor an seine Grenze kommt. Selbstverständlich habe ich von den ersten Flügen auch wieder die Daten mit dem Unilog aufgezeichnet. Hier gibt es die Ergebnisse => Unilog .
Dezember 2007 Mit dem neuen Brushless Drehzahlsensor konnte ich jetzt endlich die Systemdrehzahl im Flug ermitteln. Die Ergebnisse finden sich hier => Unilog. Rondo von Pro-RC Jetzt ist es soweit. Ich werde meinen Joker auf Flybarless umbauen. Zum Einsatz Rondo von Pro-RC kommen. Vorab habe ich mir bereits bei minicopter die erforderlichen neuen Umlenkhebel für den Hauptrotorkopf bestellt. Lediglich für den Taumelscheibenmitnehmer muss ich mir selbst etwas ausdenken, da es diesen von minicopter für den Joker CX nicht mehr gibt. Aussehen wird es vermutlich so ähnlich:
Zu Herstellung des Prototypen habe ich mit bei einer kunststoffbearbeitenden Firma in Mannheim ein Stück Delrin besorgt. Mit dem richtigen Sägeblatt lässt sich dieses Material ganz gut sägen. Schöner wäre sicherlich ein Frästeil geworden, dazu habe ich jedoch leider nicht die Möglichkeit. Damit sich der Taumelscheibenmitnehmer auf dem Rotorkopf nicht verdreht, habe ich zwei 1,5 mm Madenschrauben angebracht. Dazu habe ich das Delrin einfach mit einem 2,6 mm Bohrer vorgebohrt. Nach der mechanischen Vorbereitung konnte es endlich an den Einbau des Rondo gehen. Der Joker verfügt über eine stabile Plattform zentral unter der Rotorwelle auf der auch schon der GY401 montiert war. Anhand der sehr guten Bedienungsanleitung waren schnell alle Kabel anschlossen und ein erster Trockentest konnte erfolgen. Ich war begeistert, wie einfach und übersichtlich sich das Gerät mit Hilfe des Bedienterminals völlig ohne Computer einstellen lässt. Die einzelnen Programmierschritte sind in einer logischen Reihenfolge angeordnet und folgen auch genau der Bedienungsanleitung. Vor dem Erstflug habe ich auch gleich noch den betagten vierzelligen Nickel Cadmium Empfängerakku gegen einen 2S Lipo mit dem Align Spannungskonverter getauscht. Der Erstflug funktionierte problemlos. In der Grundeinstellung schwebte der Joker stabil, allerdings reagierte er noch extrem träge auf Steuerbefehle. Das ist aber gut so und ein gute und vor allem sichere Basis für die weitere Konfiguration. Jetzt werde ich mich erstmal intensiv mit der Programmierung und Anpassung der Elektronik beschäftigen und dann wieder berichten. JetRanger Rumpf Einbau Nach den erfolgreichen Testflügen mit dem Joker CX Trainer und Rondo steht jetzt der lange geplante Einbau in den Rumpf an. Ich habe mich für einen Funkey-Rumpf entschieden, da er über eine komplett abnehmbares Rumpfvorderteil verfügt welches optimal für Wartungszwecke und zum Wechseln der Flugakkus geeignet ist. Lieferumfang Das Landegestell stammt von Vario und ist mit 210g leider etwas schwer. Sobald ich eine leichtere Alternative gefunden habe werde ich dieses austauschen. Die Joker Mechanik habe ich an den original Befestigungspunkten für das Kufenlandegestell, am Heckrotor sowie am Dom mit dem Rumpf verbunden. Verschraubt ist sie lediglich mit dem Landegestell, am Heck und am Dom handelt es sich um Formpassungen. Die Seitenansicht der Mechanik zeigt die optimale Teilung des Rumpfs. So sind Wartungsarbeiten sehr angenehm durchzuführen. Auch seitlich ist genügend Platz, dass ich sogar das Heckrohr beim Spannen des Riemens bequem erreichen kann. Ganz besonders gefallen mir die profilierten Stabilisierungsflossen sowie die sehr leichte und gleichzeitig sehr steife Heckflosse. Am Rumpfende sorgt eine Kappe mit passend zur Rumpffarbe vorgefärbten Schrauben für einen sauberen Abschluss. Die beiden 2,4 Ghz Antennen habe ich durch zwei kleine Bohrungen am Rumpfboden nach außen geführt. Von innen habe sie mit einem Tropfen Silikon gesichert. Diese Antennenverlegung funktionierte bis jetzt bei allen Testflügen problemlos und fällt überhaupt nicht auf. Gewichtsbilanz
Mit diesem Abfluggewicht bin ich sehr zufrieden, somit ist das Modell nach dem Rumpfumbau ca. 600g schwerer als der Trainer. 23.08.2009 Erstflug Joker JetRanger Bei herrlichem Sonnenschein und leicht böigem Wind habe ich heute den ersten Rundflug mit dem JetRanger absolviert, nachdem ich am Tag vorher die ersten Schwebeflüge unternommen hatte. Zu diesem Zweck hatte ich das Modell mit dem 10S1P4000 Kokam ausgestattet um in jeder Situation ausreichend Reserven zu haben. In dieser Konfiguration beträgt das Abfluggewicht 4.980g. Nach einer kurzen Schwebephase erhöhte ich den Pitch und das Modell stieg trotz böigem Wind ruhig weg und ließ sich angenehm steuern. Trotz Rumpf, großer Heckflosse und verändertem Abfluggewicht konnte ich das Modell mit der vorher mit dem Trainer erflogenen Rondo- Einstellung fliegen. Es zeigten sich keine Schwingungen oder Überreaktionen. Klasse, so soll es sein! Sicher besteht noch genügend Spielraum für Optimierungen, die Basis ist jedoch schon sehr gut.
Die nächsten Tage werde ich dazu nutzen, noch einige mechanische Optimierungen vorzunehmen und mich mit dem Flugverhalten besser vertraut zu machen.
Hier
16.04.2010 Empfängerakku defekt Im vergangenen Jahr hat mit dem Modell an einigen Veranstaltungen teilgenommen. Heute wollte ich das Modell für eine Veranstaltung wieder vorbereiten. Dabei musste ich jedoch feststellen, dass der 2S1800 mAh Align Empfängerakku völlig entladen war. Während der Standzeit war er mit der Align Empfängerstromversorgung verbunden die ihn im ausgeschalteten Zustand entladen hat. Gut zu wissen, das nächste Mal muss ich unbedingt die Steckverbindung Empfängerakku => BEC Modul Trennen.....
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