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Piccolo pro

Seit Juli 2004 gehört der Piccolo pro zu meiner Heliflotte. Nachdem ich schon alle möglichen verschiedenen Piccolos besitze war ich schon sehr gespannt, wie sich dieses Modell fliegt und ob die Motorleistung auch umgesetzt werden kann. Mein Piccolo pro wurde von Anfang an mit dem Lehner Brushless Motor und dem DD-Heck aufgebaut.

Hier meine Ausstattung:

Bausatz Ikarus Piccolo pro
Motor Lehner aus Ikarus Antriebsset
Ritzel 10
Akkus

3S 1200 Etec

3s 1400 Mamo Lipos,

3s 1320 Thunderpower

Regler Ikarus Antriebsset
Servos Taumelscheibe Ikarus
Heckregler Schulze
Kreisel Robbe GY 401
Empfänger Ikarus Piccoboardhälfte, d.h. ohne Reglerhälfte
Heckmotor RC-City DD-Heck inkl. Propeller
Rotorblätter Original Sym. Holzrotorblätter

Mit dieser Ausstattung gehört der Piccolo pro inzwischen zu meinem absoluten Lieblingsmodell. Der Lehnermotor hat Leistung im Überfluss, das Heck ist in allen Fluglagen super stabil und mit den Lipo Akkus ist das Thema Flugzeit auch abgehakt.

Akkuvergleich

Bei meinem Modell kommen sehr unterschiedliche Akkus zum Einsatz, die auch einen Teil der Lipoly Entwicklung widerspiegeln. An dieser Stelle möchte ich zu jedem Akku einen kurzen Kommentar schreiben.

3S Etec 1200

Dies war mein erster Lipo Akku. Ich habe ihn im Herbst 2003 gekauft und ca. ein 3/4 Jahr in meinem Piccolo mit Pitch geflogen. Mit dem Standartmotor war die Leistung immer ausreichend, die Flugzeiten mit bis 35 Minuten auch schön lange. Dabei wurde der Akku nur minimal warm.

Anders im Piccolo pro. Dort wird der Akku vom Motor wesentlich stärker gefordert und selbstverständlich führt die üppige Motorleistung zu einem leistungsbetontererm Flugstil. Dabei wird der Akku wesentlich wärmer, manchmal sogar so heiß, dass man ihn kaum anfassen kann. Dafür ist er also nicht geeignet. Bei einem Gewicht von 63g hat er eine Abgabeleistung von 5C (= 6 A). Das ist für gemütliches Schweben und sanfte Rundflüge ausreichend, nicht aber für wildes rumheizen.

3s 1400 Mamo Lipos

Dies Akkus weisen eine ganz andere Bauform als die üblichen Lipoly Zellen auf und auch die technischen Daten sind beeindruckend. Auch der Preis für eine Einzelzelle ist sehr attraktiv. Ich bin eher durch Zufall auf diese Zellen gestoßen, da die Kontronik Konion Zellen zu diesem Zeitpunkt nirgends lieferbar waren.

Bei einem Gewicht von 143g hat er eine Abgabeleistung von 10 C (=14A) Dauerlast. Selbstverständlich ist das Mehrgewicht im Flug spürbar, doch wesentlich deutlicher macht sich die gesteigerte Dauerbelastbarkeit bemerkbar. Heftige Steigflüge mit konstanter Rotordrehzahl und ordentlicher Beschleunigung sind jetzt möglich, das Heck steht wie angenagelt und nach dem Flug ist der Akkus kaum warm.

3s 1320 Thunderpower

Den optimalen Akku habe ich in Form der 1320 Thunderpower Zellen gefunden. 3S Zellen haben ein Gesamtgewicht von 83 Gramm und eine Dauerbelastbarkeit von 14C (=18A). Mit diesem Akku macht mir persönlich das Fliegen am meisten Spaß. So einen heftigen Leistungsüberschuss habe ich noch bei keinem Modell kennen gelernt. Der Akku ist nach einem Flug von ca. 6 Minuten etwas warm aber nur gerade so, dass er sich wohl fühlt. Der Akku passt auch sehr gut unter die Kabienenhaube.

Allgemeine Erfahrungen

Nach ca. 5 Flugstunden stürzte mein Piccolo Pro ab, als sich bei einem schnellen Steigflug plötzlich die Motorleistung ausblieb und ein Teil sich vom Modell löste. Später stellte sich heraus, dass das Hauptzahnrad unterhalb des Befestigungssplints abgebrochen ist. Doch zuviel Motorleistung? :-)))

Um dieses Problem in Zukunft zu umgehen, habe ich mir den Ikarus Alu Freilauf gekauft. Sicher gibt es z.B. bei RC-City auch andere Freiläufe, doch mit diesem kann ich meine überzähligen Hauptzahnräder weiterverwenden.

Die ersten Testflüge mit diesem Freilauf verliefen sehr gut und auch das Anlaufverhalten des Motors hat sich verbessert.

Der Piccolo pro begeistert mich mit dieser Konfiguration immer wieder, denn ich hätte es früher nie für möglich gehalten, dass man mit so einem kleinen und leichten Modell auch bei richtig Wind komfortabel fliegen kann. Das folgende Bild zeigt den Windsack auf unserem Modellflugplatz im September 2004. Für alle anderen anwesenden Modellflieger war es zu windig, doch der Piccolo konnte problemlos geflogen werden :-)

 

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