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X-Stat.de

 

 

Align T-REX 450 SE

 

Mit dem Jamara CX-480 habe ich die ersten Schritte in Richtung 3D unternommen. Obwohl ich lange Zeit gedacht hatte, dass diese Art des Fliegens nichts für mich ist fesselt es mich jetzt umso mehr.

In meinem Bericht über den CX-480 habe ich schon beschrieben, dass ich nach knapp 4 Monaten Flugbetrieb an einige Grenzen des Modells im Bezug auf die Möglichkeiten des Modells gestoßen bin.

Deshalb war es zwangsläufig, dass ich auf ein anderes Modell umsteigen musste. Da in meinem Verein einige T-Rex 460 SE betrieben wurden habe ich mich auch für dieses Modell entschieden. Da es zu diesem Zeitpunkt (Juli 2006) nur wenige detaillierte Information im Internet gab habe ich mich entschieden wieder einen ausführlichen Bericht zu verfassen.

Das Modell habe ich diesmal absichtlich in einem Modellbaugeschäft gekauft das auch die entsprechenden Ersatzteile führt. Dadurch habe vielleicht nicht den super Schnäppchenpreis wie im Internet bekommen, doch eine gesicherte und zeitnahe Ersatzteilversorgung erscheint mir persönlich wichtiger.

Der Baukasten oder besser gesagt die vormontierten Baugruppen werden in einem Alukoffer geliefert, der zusätzlich noch in einem stabilen Karton eingepackt ist. So kann beim Transport oder beim Versand wirklich nichts kaputt gehen.

In den kleinen Koffer sind alle Baugruppen so geschickt verpackt, dass nichts gegeneinander scheuern kann. So wirklich gebrauchen kann ich den beiliegenden Alukoffer aber nicht. Für den Transport des Helis ist er zu klein und deshalb könnte Align auch ruhig auf diese m.E. unnötige Zugabe verzichten.

Der Baukasten ist wirklich komplett. Neben einer ausführlichen Bauanleitung befindet sich auch das notwendige Werkzeug, der Motor mit Regler und zwei verschiedene Paare Rotorblätter im Baukasten.

Der Baukasten, oder besser Montagesatz, besteht aus vormontierten Baugruppen die nur noch miteinander montiert werden müssen. Obwohl ich persönlich ja reine Baukästen bevorzuge kann ich mit dieser Lösung aber gut leben, denn es gibt immer noch genug zu schrauben so dass das Bauerlebnis trotzdem vorhanden ist.

Der Rotorkopf inkl. der Rotorwelle, des Pitchkompensators sowie der Taumelkscheibe ist weitgehend vormontiert.

Auf dem zweiten Bild erkennt man die wesentlich bessere Anordnung des Gestänges zwischen Pitchkompensator und Paddelstange. Beim CX-480 hatte ich bei extremen Ausschlägen diese Gestänge im Flug immer wieder verloren.

Das dritte Bild zeigt die serienmäßig beiliegenden CfK Paddel und die massive Paddelstangenanlenkung.

Das erste Bild zeigt den Alu Motorträger.

Das zweite Bild zeigt die beiligenden Gewichte, die zur Erhöhung der Schwebeflugstablilität auf der Paddelstande montiert werden können. Das habe ich bei meinem Modell jedoch nicht getan.

Der Taumelscheibenmitnehmer wird mit zwei kleinen Kunststoffteilen am Cfk Chassis angebracht. Die Kunststoffteile werden benötigt, da das Chassis breiter als die Grundplatte des Taumelscheibenmitnehmers ist. Doof eigentlich, da hätte es bestimmt eine bessere gegeben.
Einen sicherlich für den Flugbetrieb unwichtigen Schönheitsfehler hatte mein Baukasten. Ich habe den dünnen Steg mit Sekundenkleber nachgeklebt und anschließend überschliffen.
Ähnliche Ungenauigkeiten zeigten sich auch bei den Verzapfungen zwischen den unteren Chassisseitenteilen und dem Mechanikboden. Mit einer kleinen Feile war das Problem aber schnell behoben...
Die Bilder rechts zeigen die sehr stabilen Lagerböcke für die Taumelscheibe und den Heckabtrieb.
Auf dem ersten Bild erkennt man, dass das gesamte Chassis mit M2 Inbusschrauben und blau eloxierten Unterlegscheiben verschraubt ist. Sieht edel aus und mit dem richtigen Werkzeug mach der Aufbau auch noch großen Spaß.

Das zweite Bild zeigt das vormontierte obere Chassisteil.

Auch der Heckrohrhalter besteht aus einem massiven Aluteil in das das Heckrohr optimal geklemmt werden kann.
Das ist einer der beiden Haubenhalter. Ebenfalls aus Alu.
Auf den beiden Bildern links erkennt man die schräge Akkuauflage. Alternativ dazu kann man den Akku ja auch auf dem Chassisboden anbringen. Ich habe mit beiden Positionen etwas herumexperimentiert und bin letztendlich bei der oberen gelandet. Beim normalen Schweben und im Rundflug konnte ich keinen Unterschied feststellen. Auch bei Überschlägen vorwärts und rückwärts bleibt alles gleich. Nur bei Rollfiguren wird das Modell bei oben liegendem Akku wesentlich agiler.
Meinem Baukasten lagen noch zwei weiße Zahnräder bei. In der Zwischenzeit gibt es wohl auch schon Baukästen, bei denen ein blaues (=kleineres) Heckabtriebszahnrad zum Einsatz kommt. Diesen Umrüstsatz habe ich auch schon erworben, nur bis jetzt (Nov. 2006) noch nicht eingebaut.  Der Umrüstsatz soll dazu beitragen, dass bei hohen Hauptrotordrehzahlen die Heckrotordrehzahl reduziert wird um eine vernünftige Kreiselwirkung erreichen zu können.
Die beiden Bilder rechts zeigen die ebenfalls vormontierte Heckrotoreinheit die dem CX-480 doch sehr ähnlich sieht. Die Heckschiebehülse ist von oben und unten angelenkt und führt zu einer relativ spielarmen Anlenkung. Etwas Spiel ist zwar immer noch vorhanden, doch das schadet offensichtlich nicht.
Im Gegensatz zur Baukastenausstattung habe ich den Heckanlenkungsdraht durch eine 4 mm CfK Stange ohne Mittenlagerung ersetzt. Mit der Originalanlenkung hatte konnte ich die Kreiselempfindlichkeit nicht so hoch einstellen wie ich mir das gewünscht hatte. Ich werde demnächst mal die neue Heckübersetzung einbauen, vielleicht wird das Heck dann noch etwas besser.
Die beiden Bilder rechts zeigen die Anlenkung der Taumelscheibe. Entgegen der rechten Abbildung habe ich das hintere Servo der Taumelscheibe inzwischen umgedreht. Dann steht die Anlenkung so gerade wie es sein soll.
Die Bilder links zeigen meine Verteilung der Fernsteuerkomponenten in dem Modell. Den Motorregler habe ich unterhalb der Mechanik befestigt so dass er noch etwas Fahrtwind abbekommt. Mit dieser Konfiguration fliege ich seit Beginn auch bei hohen Temperaturen und habe kein Problem.

 

RC- Ausstattung

Motor Align 430L
Ritzel 11
Akkus

3S1P Hacker Flightpower EVO 20 1800 mAh

3S1P X-Lipo 2100 mAh

3S1P Kokam 1800 H5

 

Regler Align 35 A
Servos Taumelscheibe Hitec HS55
Kreisel CSM SL 560 micro
Heckservo Volz Speedmaxx
Empfänger Schulze Alpha 838w
Rotorblätter Original Holzblätter 325 mm
Fluggewicht 730g

 

Flugerfahrungen

Leider waren meine ersten Flugversuche überschattet von zwei defekten, die ich bei einem neuen Modell eigentlich nicht erwartet hätte. Bereits beim 4. Flug zuckte das Heck komisch und die Steigleistung ließ auch sehr zu Wünschen übrig.

Bei der Überprüfung stellte sich dann heraus, dass der Freilauf im Hauptzahnrad defekt ist. Mist, so etwas darf doch eigentlich bei einem neuen Modell nicht passieren! Nachdem der neue Freilauf mit dem ebenfalls erhältlichen Einrückwerkzeug eingebaut war flog er wieder perfekt.

Nach ca. 40  Flügen löste sich dann auch der Heckriemen auf. Zum Glück passierte das als das Modell noch auf dem Boden stand und so entstand kein weiterer Schaden.

Den defekten Riemen habe ich den den optional erhältlichen Neoprene Riemen (rc-city Artikel Nr. 1241100399) getauscht der eine längere Standzeit bieten soll.

 

April 2007

Heute hat es mich erwischt! Ich war gerade am Üben von Vorwärts-Seitwärts- und Rückwärtsüberschlägen da brach ein Heckblatthalter direkt an der Hecknabe ab. Die daraus resultierende Unwucht war so stark, dass ein Rotorblatt in das Heckrohr einschlug. Zum Glück konnte ich den Motor noch rechtzeitig ausschalten so dass sich der Schaden in Grenzen hielt.

Vorsorglich habe ich bei der Instandsetzung alle Wellen getauscht und auch die Tuningübersetzung für eine reduzierte Heckrotordrehzahl eingebaut.

Darin liegt vermutlich nach auch der Grund für den Absturz. Ich fliege immer mit 100% Leistung. Der Heckrotor erreicht damit heftige Drehzahlen und die waren wohl auf Dauer etwas zu hoch.

Mit der neuen und zugleich auch niedrigeren Heckübersetzung ist der Heli wesentlich leiser geworden. Aufgrund der niedereren Heckrotordrehzahl habe ich selbstverständlich auch die Kreiselwirkung und die Heckanlenkung neu abstimmen müssen.

Ersetzen musste ich auch die Kabinenhaube und die Kufenbügel. Dies habe ich zum Anlass genommen, die Haube in einer für mich gut sichtbaren Farbe zu lackieren, da die weiße Haube bei manchen Witterungsbedingungen nur schlecht zu erkennen ist.

Die Kufenbügel habe ich durch unzerstörbare und versilberte ersetzt.

Trotz des unnötigen Absturzes bin ich mit dem Heli sehr zufrieden und es macht mir immer noch viel Spaß mit dem Teil zu fliegen. In der Wintersaison 2006/2007 bin ich fast ausschließlich mit dem Modell geflogen und konnte dank der üppigen Leistung auch einige neue Figuren risikolos lernen.

 

Mai 2007

Um mehr über die elektrischen Zusammenhänge kennen zu lernen habe ich mit einen Datenlogger gekauft. In der Rubrik UniLog befinden sich die Messdiagramme.

 

Juni 2007

Radix Blades

Durch eine Anzeige im Rotor bin ich neugierig geworden, wie sich denn andere Rotorblätter auf das Flugverhalten des T-Rex 450 SE auswirken. Bis zu diesem Zeitpunkt verwendete ich ausschließlich die dem Baukasten beiliegenden 325 mm Holzrotorblätter.

Mit diesen war ich auch sehr zufrieden, zumal sie im Falle eines Absturzes unschlagbar günstig zur ersetzten sind. In einer Anzeige wurden die neuen Radix Blades von Curtis Youngblood angeboten, die eine deutliche Steigerung der Flugleistungen und der Wendigkeit bringen sollen.

Die Blätter haben folgende Daten:

Länge Breite Wurzeldicke Bohrung
315 mm 32 mm 4,5 mm 3 mm

Den Blättern liegen zwei paar Kunsstoffunterlegscheiben bei um sie an die jeweiligen Blatthalterdicke anzupassen. Bei meinen ersten Testflug fiel mir sofort das sehr angenehme Laufgeräusch der Blätter auf. Auch das Schnellflugverhalten hat sich deutlich gegenüber den Holzrotorblättern verbessert. Gleichzeitig fühlen sich die Rotorblätter bei Überschlägen sehr wendig an, ohne übertrieben nervös zu wirken. Für mich hat sich der Kauf der Blätter gelohnt, hoffentlich sind sie nicht so schnell kaputt :-)

 

Juli 2007

Mit den Freiläufen habe ich kein Glück. Jetzt ist mir schon wieder ein Freilauf kaputt gegangen. Diesmal ist es im Flug passiert. Zum Glück war der Heli nicht sehr hoch und ist in eine Getreidefeld gefallen, so dass kein weiterer Schaden entstanden ist.

Nachdem mal wieder ein neuer Freilauf bestellt war passierte mir gleich beim ersten Flug ein weiteres Missgeschick. Ich schaltete aus Versehen den Autorotationsschalter am Boden aus, obwohl der Gasvorwahlschalter noch auf Ein stand. Folglich lief der Motor sofort mit 100% Gas an.

Da der Heli bereits am Boden stand passierte erstmal nichts. Erst bei der Nachflugkontrolle fiel mit auf, dass am Hauptzahnrad ein Zahn ausgebrochen war.

Um dies in Zukunft zu vermeiden, habe ich mit das Tuning Hauptgetriebe inkl. Alu Freilaufnabe bestellt. Bei der Demontage des alten Zahnrades ist mir aufgefallen, wie stark die alte Befestigungsschraube verschlissen war.

   

Das neue Hauptgetriebe wird komplett geliefert. Im Gegensatz zu den original Zahnrädern ist es wesentlich stabiler ausgelegt.

Das Laufgeräusch im Flug ist etwas lauter geworden, doch gerade noch erträglich.

 

August 2007

Kokam 1800 3S 5H

Da gerade mal wieder einer meiner Akkus immer schlechter wird wurde es Zeit Ersatz zu beschaffen. Meine Wahl fiel auf die neuen Kokam H5 Zellen, die über eine hohe Belastungsfähigkeit von 30C sowie die Möglichkeit verfügen, mit 2C geladen zu werden. Das bedeutet, dass nach ca. 32 Minuten der Akku voll geladen ist!

Um die Zellen bei einem Absturz zu schützen habe ich sie mit 1,5mm dicker Lochrasterplatine gepanzert.

Dieses Material ist im Gegensatz zu voll GFK Platten gleich Stärke etwas leichter und günstiger.

Bei diesem Akku habe ich auch die Seiten verkleidet. Viele Piloten schützen nur die Ober- und Unterseite, ich möchte jedoch auf der sicheren Seite sein um bei einem Absturz, bei dem vielleicht Kunstoffteile für ein paar Cent kaputt gehen, nicht auch gleich noch den Akku für ca. 50 EUR ersetzen zu müssen.

 Erste Meßkurven des Akkus gibt es hier => UniLog

November 2007

Umrüstung auf 2,4 GHz

Im Zuge der Umrüstung auf 2,4 GHz habe ich jetzt auch den T-Rex 450 SE mit einem Futaba R617 FS 2,4 GHz Empfänger ausgestattet. Im Gegensatz zum Logo oder der Hornet wollte es diesmal mit der Bindung zwischen Sender und Empfänger jedoch nicht klappen. Der Empfänger blinke zwar grün und rot, eine Bindung kam trotz mehrfacher Versuche nicht zustande. Erst als ich einen alten Empfängerakku als Stromversorgung anschloss funktionierte die Bindung sofort.

Warum das so ist und welchen Einfluss der Align Drehzahlregler auf dieses Verhalten hat kann ich nicht erklären.

Den Empfänger habe auf der Grundplatte direkt hinter dem Kreisel platziert.

Die beiden Antennen habe ich folgendermaßen verlegt:

 

Diese Konfiguration funktioniert perfekt, auch mit diesem Modell kann ich jetzt so entspannt und störungsfrei fliegen wie noch nie.

 

Große Inspektion

Bei der Montage des neuen Empfängers habe ich meinen T-Rex mal wieder einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Dabei sind zwei Punkte auffällig geworden:

1. Die beiden Taumlsscheibenmitnehmeranlenkungen weisen extrem viel Spiel auf

2. Die Heckrotorwelle hat Spiel

Leider scheint es die beiden Taumelscheibenmitnehmeranlenkungen nicht einzeln als Ersatzteil zu geben, ich habe sie jedenfalls in keinem Onlineshop gefunden. Als Alternative habe ich mir das unten abgebildete Upgrade Set bestellt in dem auch gleich noch ein paar andere sinnvolle Ersatzteile enthalten sind.

Die Heckrotorwelle ließ sich zwischen den Lagern leicht verschieben. Zu Abhilfe baute ich eine 0,2 mm Passscheibe ein. Damit war das Problem behoben. Passscheiben in allen möglichen Abmessungen gibt es übrigens hier: SH Modelltechnik

20.09.2009

Align Kabinenhaube

Nachdem ich lange mit dem T-Rex 450 SE nicht geflogen bin habe ich mit zuerst eine neue Kabinenhaube gegönnt da mir die alte nicht mehr gefiel. Ich bin immer wieder begeistert von der Qualität der Align Hauben.

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch ein Vergleichsbild mit dem T-Rex 250 gemacht.

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